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Prozess : Sexualstraftäter weist Nötigungsvorwürfe zurück

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Obwohl ein mehrfach vorbestrafter Mann eine elektronische Fußfessel trug, soll er versucht haben, eine junge Frau zu vergewaltigen.

Vor dem Rostocker Landgericht hat am Donnerstag der Prozess gegen einen 44-Jährigen wegen versuchter sexueller Nötigung begonnen. Der mehrfach einschlägig vorbestrafte Mann soll laut Staatsanwaltschaft gegenüber einer 23-jährigen Frau in Rostock vorgegeben haben, von ihr einen Ganzkörpergipsabdruck fertigen zu wollen. Sein Ziel sei es aber ausschließlich gewesen, sich an ihr sexuell zu vergehen. Diese Vorwürfe wies der Mann, der zur Tatzeit eine elektronische Fußfessel trug und unter Führungsaufsicht stand, in einer Erklärung zurück. Zuvor war ein Antrag der Verteidigung auf Ausschluss der Öffentlichkeit bis auf die Befragung des mutmaßlichen Opfers gescheitert.

Bei der elektronischen Fußfessel handelt sich um einen Sender zur Aufenthaltsüberwachung, der bundesweit von etwa 70 verurteilten Straftätern am Körper getragen wird. Der Apparat funktioniert mit dem von Navigationsgeräten bekannten GPS-System. Der Aufenthaltsort des Trägers wird ständig an eine Überwachungsstelle übermittelt. Einige der Träger sind nach Angaben aus dem hessischen Justizministerium auch ehemalige Sicherungsverwahrte, die nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte aus den Gefängnissen entlassen werden mussten.

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erstellt am 23.Jan.2014 | 09:13 Uhr

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