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Sexualmord nach 20 Jahren aufgeklärt - Täter richtet sich selbst

vom

svz.de von
erstellt am 02.Mär.2012 | 10:22 Uhr

Nach über 20 Jahren ist der Sexualmord an einer damals 15 Jahre alten Tramperin aus Neubrandenburg aufgeklärt. Ein 63-jähriger Mann aus der Uckermark habe zugegeben, das Mädchen vergewaltigt und getötet zu haben, teilte der Chef der Neuruppiner Staatsanwaltschaft, Gerd Schnittcher, am Freitag in Eberswalde (Brandenburg) mit. Jedoch konnte der Täter nicht festgenommen werden.


„Er hat sich Anfang Dezember 2011 vor einen Schnellzug geworfen“, erklärte Schnittcher weiter.
In seinem an der Bahnstrecke Berlin-Bernau zurückgelassenen Auto wurde ein Abschiedsbrief gefunden, in dem er den Mord an der Tramperin am 19. Mai 1991 gestanden hat. „Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort“, trug der Leitende Oberstaatsanwalt aus dem Brief vor.


Die unbekleidete Leiche der 15-Jährigen hatten Spaziergänger wenige Tage nach der Tat in einem Waldstück nahe der Autobahn 11 bei Warnitz (Uckermark) entdeckt. Mehr als 19 Jahre hatten Kripobeamte und Staatsanwälte keine heiße Spur. Per Massenspeicheltest unternahmen Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft im März 2011 einen erneuten Versuch, den Sexualmord aufzuklären. Mehr als 2200 Männer waren aufgerufen, DNA-Material abzugeben. „Mit den Angaben aus dem Abschiedsbrief, die wir überprüft haben, konnten wir den Fall jetzt abschließend aufklären“, bestätigte der Chefermittler der Eberswalder Mordkommission Axel Hetke.

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