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Förderung ländlicher Regionen : Sellering wirbt um Vertrauen der Wähler

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ministerpräsident will einen Sonderfonds für strukturschwache Regionen schaffen, um Wähler zurückzugewinnnen

svz.de von
erstellt am 01.Jan.2017 | 20:55 Uhr

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) will verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Bewohner vornehmlich ländlicher Regionen hätten sich abgehängt gefühlt und deshalb bei der Landtagswahl andere Parteien gewählt, sagt er. Die Regierung nehme diese Stimmungslage ernst und reagiere darauf unter anderem mit einem Sonderfonds für strukturschwache Regionen. Die Landtagswahl im September habe aber auch gezeigt, dass viele Menschen eine Fortsetzung der bisherigen Regierungspolitik wollten, betont Sellering.

Das zusätzlich bereitgestellte Geld solle zur Sicherung der öffentlichen Infrastruktur in strukturschwachen Gebieten eingesetzt werden. „Wir müssen dafür sorgen, dass jeder seinen Arzt erreicht, Schulen gut und groß genug sind, um Kindern beste Lernbedingungen zu bieten und auch den Nahverkehr vernünftig organisieren.“ Dabei komme der Verständigung der Gemeinden untereinander große Bedeutung zu. Nicht in jedem kleinen Ort könne alles vorgehalten werden. „Wir brauchen Gemeinsamkeit und Entscheidungswillen vor Ort. Wir werden nicht allen alles bezahlen können.“ Das Land könne nur die Rahmenbedingungen setzen. Sellering betont: „Wir werden nur vorankommen, wenn alle auch mit Zuversicht anpacken.“ Der SPD-Politiker strebe ein „gutes Verhältnis der Landesregierung zur kommunalen Ebene“ an. In Kürze würden die Gespräche über den künftigen kommunalen Finanzausgleich beginnen, der ab 2018 gelten soll. „Ich hoffe, dass wir da in einen guten Dialog kommen, in dem es nicht nur um die Forderung nach mehr Geld geht, sondern um die Frage, wie wir das Land weiter nach vorn bringen.“

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