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Mecklenburg-Vorpommern

19. November 2017 | 06:16 Uhr

Sellering will zweite Fähre nach Sassnitz

vom

svz.de von
erstellt am 08.Apr.2013 | 08:48 Uhr

Schwerin/Hannover | Das Güter-Fährgeschäft mit Russland über den Hafen Sassnitz soll wachsen. Bei einem Treffen mit dem Präsidenten der russischen Staatsbahn, Wladimir Jakunin, am Montag will Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) deshalb über ein zweites Eisenbahnfährschiff auf der Linie Sassnitz - Ust Luga sprechen. Die Linie ist im Juni 2012 eröffnet worden.

"Die Russen planen, viel Verkehr über Ust Luga abzuwickeln", sagte Sellering vor dem geplanten Treffen mit Jakunin am Rande der Hannover Messe. "Wir setzen auf diese Entwicklungsmöglichkeiten." Ust Luga ist ein neuer Tiefseehafen an der Ostsee nahe St. Petersburg. Russland will seinen Seehandel bis 2030 auf 1,2 Milliarden Tonnen im Jahr mehr als verdoppeln und misst dabei den Frachtrouten über die Ostsee große Bedeutung bei.

Bislang verkehrt das russische Eisenbahnfährschiff "St. Petersburg" einmal wöchentlich zwischen Ust Luga und Sassnitz. "Die Linie ist noch nicht so ausgelastet, wie wir uns das wünschen", räumte Sellering ein. "Vor allem für den Verkehr in Richtung Osten muss man noch werben." Er hält gemeinsame Messeauftritte von deutscher und russischer Seite für geboten - als nächstes stehe die Transport-Logistik-Messe in München an. Die Veranstaltung im Juni ist aus Sellerings Sicht ein gutes Pflaster für ein gemeinsames Engagement für die Verbindung über die Ostsee. In Richtung Westen ist die "St. Petersburg" bereits gut ausgelastet. Transportiert werde Stahl aus Sibirien für Kunden in Tschechien, erklärte Sellering.

Sassnitz ist der einzige Hafen in Deutschland, der über Bahngleise in russischer Spurbreite verfügt. Er gilt damit auch als westlichster Bahnhof der russischen Bahn.

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