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Politik : Sellering startet Dialogtour zu Flüchtlingen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Regierungs- und SPD-Landeschef will das direkte Gespräch mit Bürgern suchen. Start am Mittwoch in Eggesin

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2016 | 06:00 Uhr

Ministerpräsident und SPD-Landeschef Erwin Sellering sieht die bundesweit hohe Zustimmung für die rechtspopulistische AfD als Alarmsignal. Sie sei gleichzeitig aber auch ein Ansporn, für demokratische Grundrechte zu streiten, sagte Sellering vor dem Start seiner „Dialogtour“ an diesem Mittwoch.

Viele Menschen seien angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation empfänglich für vermeintlich einfache Lösungen. „Wir leben in schwierigen Zeiten. Viele Menschen sind verunsichert“, erklärte Sellering weiter. Ihre Sorgen seien häufig nachvollziehbar, zum Teil berechtigt. „Ich habe aber gemerkt, dass sich viele nicht mehr trauen, ihr Unbehagen offen auszusprechen, aus Angst, in die rechtsextreme Ecke gedrängt zu werden. Sie will ich ermutigen und ihnen Gesprächspartner sein“, betonte Sellering. Der offene Dialog, der Austausch von Positionen und Ideen sei unverzichtbar, um gemeinsam die nicht einfache Aufgabe der Integration erfolgreich zu meistern.

Deshalb werde er auch als SPD-Landeschef verstärkt das Gespräch mit den Bürgern suchen und sich bei Veranstaltungen in verschiedenen Orten des Landes den Fragen stellen. Diese „Dialogtour“ soll in Eggesin starten. Die nächsten Stationen seien bis Anfang April Goldberg, Neustadt-Glewe, Schwerin und Feldberg, kündigte Sellering an.

Sein Ziel sei es, vor Beginn des eigentlichen Wahlkampfes zu einer Versachlichung der häufig emotionsgeladenen Flüchtlingsdebatte beizutragen, zwischen Vertretern einer „starken Willkommenskultur“ und Sympathisanten für Abschottung zu vermitteln. Auch Sellering hatte mehrfach deutlich gemacht, dass er eine spürbare Reduzierung des Flüchtlingszustroms mit politischen Mitteln für unverzichtbar hält.

Die Diskussionsrunden seien für alle Themen offen: Arbeit, Rente, Kinderbetreuung oder auch ehrenamtliche Arbeit.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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