Wirtschaftsreise nach Finnland und Russland : Sellering lädt Rostocks OB aus

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Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) ist sauer: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat ihn für eine Wirtschaftsreise von der Teilnehmerliste streichen lassen.

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25. September 2012, 07:41 Uhr

Rostock | Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) ist sauer: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat ihn für eine Wirtschaftsreise nach Finnland und Russland von der Teilnehmerliste streichen lassen. Die Industrie- und Handelskammer zu Rostock (IHK) hat die Delegation zu einem Teil, dem der Wirtschaftsvertreter, zusammengestellt und ist nach eigenen Angaben von der Staatskanzlei dazu gedrängt worden, Methling eine Absage zu erteilen. In einem Brief teilte IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Sturmowski Methling die Fakten mit und brachte sein Bedauern zum Ausdruck, so IHK-Sprecherin Sabine Zinzgraf. Sie betont: "Wir haben Methling nicht persönlich eingeladen, sondern öffentlich Wirtschaftsvertreter zur Teilnahme an der Reise aufgerufen." Der OB habe sich daraufhin als solcher bei der IHK als Interessent gemeldet, was die Kammer begrüßte.

Die Staatskanzlei, die Mandatsträger für die Delegation ausgewählt hatte, begründet die Entscheidung gegen Rostocks OB damit, dass kommunale Amtsträger bei Auslandsreisen des Ministerpräsident in der Regel nicht eingeladen werden. Methling hat dafür kein Verständnis: "Bürgermeister und Landräte sind nach der Kommunalverfassung die obersten Wirtschaftsförderer ihrer jeweiligen Region." Die Begründung sei ein politischer Affront gegenüber der kommunalen Ebene. Sellering und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) reisen im Oktober nach Turku und St. Petersburg, um für eine stärkere Zusammenarbeit im Ostseeraum zu werben.

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