Mindestlohn : Sellering fordert Redlichkeit

Mindestlohn
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Ministerpräsident Erwin Sellering ermahnt die Unternehmer im Land, die Bestimmungen zum Mindestlohn im eigenen Interesse einzuhalten und nicht zu umgehen.

„Das ist auch nötig, damit die Leute im Land bleiben oder in ihre Heimat zurückkommen“, betonte Sellering.

svz.de von
22. Februar 2015, 20:30 Uhr

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat die Unternehmer im Land ermahnt, die Bestimmungen zum Mindestlohn im eigenen Interesse einzuhalten. Es sei unredlich, bislang gezahlte Zuschläge zu kürzen oder zu streichen, um so die Lohnkosten niedrig zu halten. Er knüpfe an den Mindestlohn die Erwartung eines insgesamt steigenden Lohnniveaus. „Das ist auch nötig, damit die Leute im Land bleiben oder in ihre Heimat zurückkommen“, betonte Sellering und verwies auf die zunehmende Klage der Wirtschaft im Land über fehlende Fachkräfte. „Gute Arbeit muss gut bezahlt werden“, sagte er.

Der DGB hatte für Beschäftigte eine Hotline zum Mindestlohn geschaltet. Wie eine Sprecherin sagte, häufen sich dort Klagen über die Kürzung von Nacht- und Sonntagszuschlägen. Formal werde zwar der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde erreicht, effektiv aber steige das Einkommen oft nicht. Nach DGB-Angaben müsste in Mecklenburg-Vorpommern etwa jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte vom gesetzlichen Mindestlohn profitieren, weil er vorher weniger verdiente. Bei Teilzeitbeschäftigten und Minijobbern sei der Anteil weit höher.

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