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Wirtschaft : Sellering fordert Ende der Russland-Sanktionen

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Die Wirtschaft fordert ein Ende der Handelsbeschränkungen gegen Russland. Rückendeckung kommt aus der Politik.

svz.de von
erstellt am 13.Mär.2017 | 20:45 Uhr

Der Wunsch der deutschen Wirtschaft nach einem Ende der Handelsbeschränkungen gegen Russland wird zunehmend aus den Bundesländern politisch flankiert. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) erneuerte seine Forderung nach einem Abbau der Sanktionen, die von der EU als Reaktion auf den Krieg in der Ostukraine gegen Russland verhängt und von Moskau mit Gegenreaktionen beantwortet worden waren. „Wir sollten zu einem möglichst schnellen Ende der wechselseitigen Sanktionen kommen“, sagte Sellering der Zeitung „Die Welt“ (Montag).

Anlass war die aktuelle Reise des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) nach Moskau, um dort für eine Verbesserung des deutsch-russischen Verhältnisses zur werben. Kurz darauf wird der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in der russischen Hauptstadt erwartet. Sellering plant nach Angaben der Staatskanzlei in Schwerin, im September nach Russland zu reisen.

Neben einem Besuch in St. Petersburg, dem Zentrum der Partnerregion Leningrader Gebiet, sei auch eine Visite in Moskau vorgesehen.

Sellering gehört zu den Politikern in Deutschland, die am vehementesten für eine Normalisierung in den deutsch-russischen Beziehungen eintreten. Gegen anfangs großen Widerstand hatte er auch am Russland-Tag in Rostock festgehalten. Die Konflikte könnten „nur durch Gespräche auf Augenhöhe gelöst werden. Das setzt voraus, dass sich beide Seiten aufeinander zubewegen“, sagte Sellering der „Welt“.

Man dürfe nicht in die Mechanismen des Kalten Krieges zurückfallen.

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