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Seit Wochen kaum Regen - Feinstaub macht uns krank

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erstellt am 24.Nov.2011 | 08:16 Uhr

Güstrow/Schwerin | Dicke Luft an Straßen in MV: Die Feinstaubwerte sind seit Tagen vielerorts erhöht. Sieben von zwölf Messstationen zeigten innerhalb der vergangenen Woche Werte oberhalb des zulässigen Grenzwerts (50 Mikrogramm pro Kubikmeter) an. Spitzenreiter ist Stralsund - hier lagen die Werte an vier Tagen der vergangenen Woche über dem Grenzwert. Überhöht waren die Werte auch in Rostock, Schwerin und Güstrow. Feinstaub schadet der Gesundheit, kann Allergien und asthmatische Anfälle verstärken und Atemwegsbeschwerden auslösen.

Schuld an der Dreckluft ist das Wetter. "Ein Hochdruckgebiet über Deutschland bringt nur wenig Bewegung in der Luft", sagt Olaf Pels Leusden, Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst. Inversions-Wetter nennen die Experten dieses Phänomen. Außerdem habe es für einen November außergewöhnlich wenig geregnet. Dies sorge dafür, dass der Feinstaub länger in der Luft bleibe. "Dieser November ist auch in Mecklenburg-Vorpommern einer der trockensten November seit Beginn der Wetteraufzeichnungen", so der Meteorologe.

Selbst in einer ländlichen Region wie Ostvorpommern zeigten sich stark erhöhte Werte. Die Messstation in Löcknitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald) nahe der polnischen Grenze maß an vier von neun Tagen einen überhöhten Feinstaubanteil in der Luft. Zu Beginn der Woche lagen die Werte dort deutlich über dem Grenzwert, am Dienstag und Mittwoch stiegen sie gar auf über 60 Milligramm. "Die Wetterlage ist großräumig gleich, deshalb sind auch ländliche Regionen betroffen", sagt Gerd Lange, Sprecher im Landeswirtschaftsministerium.

Laut EU-Richtlinie soll der Tagesgrenzwert höchstens 35 Mal im Jahr überschritten werden. An einigen Messstationen in MV ist das aber nicht mehr als die blanke Theorie. Die Messstation Rostock (Am Strande) lag allein bis zum Stichtag 13. November bereits 37 Mal über dem zulässigen Wert. Die Messstation in Stralsund (Knieperdamm) gibt es erst seit Anfang Oktober. Seitdem lag der Feinstaubwert bereits 14 Mal über dem Grenzwert, wie aus Daten des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (Lung) vervorgeht.

Doch Besserung naht: Laut Meteorologen kommt im Laufe des heutigen Tages Wind auf, der die dreckige Luft abtransportiert.

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