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Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 17:07 Uhr

Häfen in MV : Seewege winterfest gemacht

vom

Auf den Zufahrten zu MVs Häfen werden derzeit wieder die Fahrwassertonnen für den Winter umgerüstet. Tonnenleger, das Seezeichenschiff „Oie“ sowie die Spezialschiffe „Rosenort“ und „Stralsund“ sind im Einsatz.

svz.de von
erstellt am 18.Nov.2011 | 10:43 Uhr

Stralsund | Auf den Zufahrten zu Mecklenburg-Vorpommerns Häfen werden derzeit wieder die Fahrwassertonnen für den Winter umgerüstet. Seit Dienstag seien die Tonnenleger „Ranzow“ und „Görmitz“, das Seezeichenschiff „Oie“ sowie die Spezialschiffe „Rosenort“ und „Stralsund“ im Einsatz, um die Seezeichen für die bevorstehende Eissaison umzubauen, sagte am Donnerstag der Leiter des Stralsunder Tonnenhofs, Karl-Albert Stüwe.

Insgesamt müssen im Revier vor der ostdeutschen Ostseeküste rund 350 Toppzeichen demontiert werden. Etwa 57 Tonnen werden ersatzlos eingezogen, darunter acht sogenannte Kabeltonnen, die zwischen Rügen, Hiddensee und dem Festland den Verlauf von Telekom- und Energieleitungen markieren. Von 30, mit Sonnenenergie betriebenen Tonnen werden bei beginnender Vereisung der Küstengewässer die Solarpaneele demontiert und gegen spezielle Eisköpfe ausgetauscht.

Weitere 36 Fahrwasserzeichen werden durch spezielle Eistonnen ersetzt.

Besonders Vorpommerns Küstengewässer vom Einfrieren bedroht

Die rechtzeitige Umrüstung sei wichtig, um bei plötzlich einsetzendem Frost die Schifffahrtswege auch weiterhin für die Besatzungen ein- und auslaufender Schiffe sicher anzuzeigen, sagte Stüwe. Ein stürmischer Eiswinter könne auf See enorme Schäden anrichten. So würden im Winter immer wieder Seezeichen von ihren Positionen weggetrieben. Im Unterschied zum Winter 2009/2010, als mehrere Tonnen verloren gingen, seien in der vergangenen Eissaison aber alle verzogenen Tonnen wieder geborgen worden.

Unterdessen laufen an Bord der eisbrechenden Schiffe die letzten Vorbereitungen für den Wintereinsatz. Wie vor einem Jahr stehen wieder das 4.600 PS starke Mehrzweckschiff „Arkona“ sowie die eisbrechenden Tonnenleger „Görmitz“ und „Ranzow“ zur Verfügung, um die Zufahrten zu den wichtigsten Häfen freizuhalten. Vom Zufrieren besonders bedroht sind die flachen, salzarmen und windgeschützten Bodden- und Küstengewässer in Vorpommern, darunter der nördliche Peenestrom und der Strelasund.

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