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Kiel/Schwerin : Seenotretter klagen über Regelungslücken

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wassersportler zieht es wieder aufs Meer, doch die Aufgaben für den Rettungsdienst im Küstengebiet sind nicht klar verteilt. Die Seenotretter fordern deshalb ein neues Gesetz.

Die Seenotretter in Deutschland beklagen fehlende Regelungen für den Rettungsdienst in Küstengewässern. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wünsche sich für diesen Bereich eine offizielle Beauftragung durch die Küstenländer, sagte der Sprecher der Organisation Christian Stipeldey. Damit könnte der Rettungsdienst an der Küste verlässlicher und schneller werden. „Damit könnten wir im Notfall gegenüber den Ländern auch deutlicher unseren Bedarf für einen Notarzt artikulieren“, sagte Stipeldey.

Klar verteilt sind die Aufgaben bisher nicht. Rechtlich sind die Seenotretter vom Bundesverkehrsministerium nur für den Such- und Rettungsdienst auf See beauftragt, sie beteiligen sich aber auch an Einsätzen in Küstennähe. Wenn es im Notfall etwa darum gehe, einen Notarzt an Bord zu bekommen, müsse die Leitstelle erst einen Arzt freigeben – der dann oft stundenlang an Land fehlt. Das habe in Einzelfällen zu Wartezeiten von bis zu einer halben Stunde bis zum Auslaufen geführt.„Wir sprechen von einer Regelungslücke, nicht von einer Rettungslücke“, sagte der DGzRS-Sprecher.

 

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