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Mecklenburg-Vorpommern

14. Dezember 2017 | 17:47 Uhr

Seehündin Zola wohnt im Schwanenteich

vom

svz.de von
erstellt am 29.Aug.2013 | 08:03 Uhr

Karlsruhe | Erst Alligatorschildkröte Lotti - jetzt Wirbel um Seehündin Zola im Karlsruher Zoo. Vor drei Wochen ist sie aus ihrem modernen Becken in den benachbarten Schwanenweiher ausgebüxt und lässt sich nicht mehr einfangen. Mit süßer Stupsnase und entzückenden Knopfaugen hat sie durchaus Chancen, in die Riege des Eisbären Knut aufzusteigen.

Dass eine Robbe entwischt ist, hat sich inzwischen rumgesprochen. Auch deshalb bilden sich vor der Kasse lange Schlangen.

Aber nicht jeder hat Glück. Wer etwa die Hoffnung hegt, auf einem der Schiffchen, die an einem Seil durch den See gezogen werden, dem Tier näher zu kommen, wird enttäuscht. "Wir haben alles Mögliche gesehen: Schildkröten, Karpfen, aber keinen Seehund", sagt eine Zoobesucherin nach der Fahrt.

Zola hält sich lieber in der Ecke des Sees auf, wo sie etwa 15 Meter Wiese vom Weg trennen und die Boote in sicherer Entfernung vorbeifahren. Abends allerdings, wenn die Besucher gegangen sind, schwimmt sie schon mal durch den ganzen See, wie Pflegerin Irene Schicker-Ney sagt. Gärtner haben auch beobachtet, dass sie in einem der Boote übernachtet hat.

"Wir führen ihren Ausflug ausschließlich auf Neugierde zurück", sagt der stellvertretende Zoo-Direktor, Clemens Becker. Pflegerin Schicker-Ney deutet an, es könnte eine Pubertätsgeschichte sein: Ärger mit den Eltern. Deshalb zieht es Zola offensichtlich auch nicht zurück, wie es bei ausgebüxten Tieren sonst üblich ist.

Viele Zootiere gewöhnen sich offenbar an ihre Gehege. Abgrenzungen zu den Besuchern sind oft nur symbolisch wie schmale Wassergraben bei Dromedaren. Immer häufiger gibt es gar keine Grenzen. In Eberswalde etwa laufen Weißbüscheläffchen frei he-rum und in München die Totenkopfaffen.

Auch Zola wird jeden Tag gefüttert - mit salzigen Fischen. Diese Salzzufuhr braucht sie, um das Leben im Süßwasser auszugleichen. An der Karpfenzucht im See scheint sie sich nicht zu vergreifen - und auch die Schildkröten, Enten und Schwäne lässt sie in Ruhe. Also kein Grund zur Panik. Und solange Zola frei herumschwimmt, macht sie jede Menge Werbung.

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