Urteil : Sechs Jahre Haft für Tötung eines Asylbewerbers

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Wegen Totschlags hat das Schweriner Landgericht gestern einen 38-Jährigen zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt.

Wegen Totschlags hat das Schweriner Landgericht gestern einen 38-Jährigen zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt. Die Richter zeigten sich nach einem neunmonatigen Indizienprozess davon überzeugt, dass der Angeklagte im April 2007 in Schwerin einen Asylbewerber getötet hat. Das 32-jährige Opfer war laut Anklage mit mehr als zwanzig Messerstichen niedergestreckt worden und verblutet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Hintergrund der Tat sollen Drogengeschäfte gewesen sein. Der Verurteilte, der sich zur Tatzeit mit dem Status der Duldung in Schwerin aufhielt, hatte vor Gericht zugegeben, von dem anderen Asylbewerber Drogen bezogen zu haben. Doch stritt er die folgenschwere Gewalttat bis zuletzt ab. Die Verteidigung hatte daher auf Freispruch plädiert, fand dafür aber kein Gehör bei den Richtern. Nach dem Täter, der zunächst fliehen konnte, war international gefahndet worden. 2013 war er im Osten Russlands festgenommen und an Deutschland ausgeliefert worden.

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