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Vergleichbare Schulabschlüsse : Sechs ist nicht gleich Sechs

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) will sich 2014 für bundesweit vergleichbare Schulabschlüsse einsetzen – nicht nur beim Abitur.

svz.de von
erstellt am 27.Dez.2013 | 18:48 Uhr

Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) will sich 2014 für bundesweit vergleichbare Schulabschlüsse einsetzen – nicht nur beim Abitur. Das Land habe trotz einer positiven Entwicklung immer noch überdurchschnittlich viele Schüler, die ohne Berufsreife die Schule verlassen, sagte Brodkorb der Nachrichtenagentur dpa. Die Berufsreife wird nach dem erfolgreichen Abschluss der Klasse 9 erreicht. Im Schuljahr 2012/13 hätten 11,9 Prozent der Schulabgänger die Berufsreife nicht geschafft, im Schuljahr 2008/09 seien es sogar 15,8 Prozent gewesen. Die unterschiedlichen Maßstäbe in den einzelnen Bundesländern verzerren nach Ansicht Brodkorbs die Statistik. In Bayern könne man zum Beispiel mit einer Sechs auf dem Zeugnis die Berufsreife erhalten. „In Mecklenburg-Vorpommern ist dies hingegen nicht möglich“, sagte er. Auch könne die Berufsreife im Nordosten nicht an allen Förderschulen erlangt werden, was geändert werden müsse.

Die Landesregierung hält an ihrem Ziel fest, die Quote der Schulabgänger ohne Berufsreife schrittweise bis 2020 zu halbieren. Allerdings hätten Schüler auch nach dem Schulbesuch viele Möglichkeiten, die Berufsreife zu erwerben, sagte der Minister. Dazu würden die Volkshochschulen, die beruflichen Schulen und auch die Bundesagentur für Arbeit Programme anbieten. Diese zweite Chance werde auch erfolgreich genutzt.

Brodkorb will auch Leitungsaufgaben von Lehrern künftig besser vergüten und so auch dem Mangel an Schuldirektoren in Mecklenburg-Vorpommern entgegenwirken. Wie NDR 1 Radio MV berichtete, soll bis Ende März 2014 dazu ein Zulagen-Erlass vorliegen. Davon würden insbesondere Leiter kleiner Grundschulen und kommissarisch tätige Schulleiter profitieren, die bislang keine zusätzliche Vergütung erhalten.

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