Schwerin : Schwimmhalle wird 2013 abgerissen

<fettakgl>Virtueller Blick in die geplante Badelandschaft:</fettakgl> Neun Millionen Euro fließen in das Bauprojekt. Aller dings spart die Stadt voraussichtlich an einer Saunalandschaft. Foto: zvs
Virtueller Blick in die geplante Badelandschaft: Neun Millionen Euro fließen in das Bauprojekt. Aller dings spart die Stadt voraussichtlich an einer Saunalandschaft. Foto: zvs

Die Tage der alten Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch sind gezählt. In einem Jahr sollen die Abrissbagger dem maroden Bau ein Ende setzen, zwei Monate später ein neun Millionen Euro teurer Neubau entstehen.

svz.de von
19. März 2013, 03:28 Uhr

Grosser Dreesch | Die Tage der alten Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch sind gezählt. In einem Jahr sollen die Abrissbagger dem maroden Bau ein Ende setzen, zwei Monate später ein neun Millionen Euro teurer Neubau aus dem Boden gestampft werden. "Die Planungen liegen im abgesteckten Zeitplan", teilt die Verwaltung unserer Zeitung mit. Damit liegen die Planungen genau im Zeitplan (wir berichteten). Ein Gutachten für den Baugrund, Lage- und Höhenpläne, ein Raumprogramm - alles fertig, der erste vollständige Entwurfsplan soll im laufenden Quartal zur Vorlage kommen. Auch die Kosten liegen bislang im vorgegebenen Rahmen. Im Frühjahr will die Verwaltung die ersten Aufträge ausschreiben.

Allerdings werden die Schwimmhallenbesucher auch künftig auf eine Sauna verzichten müssen. Eine solche Landschaft übersteigt zurzeit die finanziellen Mittel, aber das letzte Wort ist dort noch nicht gesprochen. "Inwieweit die Ausschreibungsergebnisse finanziellen Spielraum schaffen, bleibt abzuwarten", räumt die Verwaltung ein. Doch selbst, wenn genug Geld für einen Saunabau bleibt, käme die Stadt als Betreiber bei den Betriebskosten ins Schwitzen. Die Stadtvertretung hatte diese per Beschluss bei maximal 600 000 Euro eingefroren. Allein diese Summe sei schon "ambitioniert", urteilt die Verwaltung, denn darin enthalten sind gleichfalls die Abschreibungskosten.

Die Finanzierung der Badelandschaft hatte Anfang vergangenen Jahres für Streit gesorgt. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte die Förderung des Landes in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro an die Bedingung geknüpft, Schwerin müsse Gewinne aus der Bundesgartenschau in den desolaten Stadthaushalt fließen lassen, anstelle eine Million Euro in eine Bürgerstiftung zu stecken. Inzwischen halbierte die Stadt den Stiftungszuschuss, obwohl der Gewinn der Buga GmbH nach Informationen unserer Zeitung mittlerweile wider Erwarten mehr als 4,5 Millionen Euro betragen wird.

Dennoch werden die Schwimmer des Schweriner Polizeisportvereins (PSV) auch künftig ihre Bahnen in einem 25-Meter-Becken statt in einem Wettkampfbecken mit 50 Metern Länge ziehen müssen. Dennoch soll der Vereinssport mit dem Neubau mehr Wasserfläche erhalten: Statt fünf 25-Meter-Bahnen sollen die Sportler auf sechs trainieren, obgleich die Lankower Halle geschlossen werden soll. Allerdings bemängelte PSV-Abteilungsleiter Erik Großmann noch im März vergangenen Jahres, den zu geringen Platz um die Becken herum. Bis zu 300 Teilnehmer würden sich bei Wettkämpfen in der Schwimmhalle aufhalten, sich aufwärmen und Platz für ihre Handtücher brauchen.

Eine Tribüne wäre wünschenswert. Für den Neubau wünscht sich Großmann einen Athletikraum, in dem sich die Sportler aufwärmen und ihre Trockenübungen machen könnten. Etwa 190 Kinder und Jugendliche trainieren zurzeit beim Schwimmteam des PSV Schwerin.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen