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Auslandsreise : Schwesig mit großem Tross nach Russland

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Aus der Onlineredaktion

Zwei Minister, drei Staatssekretäre und zahlreiche Wirtschaftsvertreter fliegen mit

svz.de von
erstellt am 12.Sep.2017 | 21:00 Uhr

Gleich zwei Minister und drei Staatssekretäre werden dabeisein, wenn Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Montag an der Spitze einer 100-köpfigen Delegation nach Russland reist. Dass Energieminister Christian Pegel und Landwirtschaftsminister Till Backhaus (beide SPD), der Chef der Staatskanzlei Christian Frenzel und der Staatssekretär aus dem Wirtschaftsministerium Stefan Rudolph mit nach St. Petersburg fliegen, sei dem thematisch breit gefächerten Programm geschuldet, so die Ministerpräsidentin gestern in Schwerin. Die Mitreise der Bevollmächtigten des Landes beim Bund, Bettina Martin, begründete sie damit, dass auch nach Berlin transportiert werden soll, warum das Land seine Beziehungen zum Leningrader Gebiet weiter pflegt. Regionale Kontakte auch in schwierigen Zeiten aufrechtzuerhalten, sei wichtig, so Schwesig – „und es steht auch nicht im Widerspruch zur Politik der Bundesregierung“. Die Reise, zu deren Programm unter anderem die Tage der Wirtschaft im Leningrader Gebiet sowie der Besuch einer Schiffbaumesse gehören, sei sowohl mit dem Bundesaußen- als auch mit dem -wirtschaftsministerium abgestimmt, versicherte Schwesig. „Es ist außerdem ein dringender Wunsch vieler Menschen, vor allem in Ostdeutschland, dass Deutschland, die EU und Russland wieder zu einer besseren Zusammenarbeit kommen.“ MV werde deshalb am 17. Oktober 2018 auch wieder einen Russlandtag ausrichten.

Russland gehört zu den wichtigsten Außenhandelspartnern Mecklenburg-Vorpommerns, zeitweise war das osteuropäische Land sogar der zweitgrößte. 2014 wurde mehr als eine Milliarde Euro umgesetzt. Doch EU-Sanktionen ebenso wie Entscheidungen der russischen Regierung führten zu Einschnitten. 2016 wurden zwischen beiden Ländern nur 642 Millionen Euro umgesetzt – Platz fünf der Außenhandelsbilanz. Im ersten Halbjahr 2017 legte das Russlandgeschäft mit einem Umsatz von 525 Millionen Euro wieder zu.

„Sanktionen bedeuten nicht, dass kein Geschäft mehr möglich ist“, versicherte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Rostock, Peter Volkmann. Entsprechend groß sei das Interesse der Wirtschaft an der Russlandreise gewesen, die 63 Delegationsmitglieder stellt. Auch Hochschulen und Kultureinrichtungen sind mit dabei.

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