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Rostock : Schwesig eröffnet Hanse Sail - 190 Traditionssegler sind dabei

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Die 27. Ausgabe der Hanse Sail wird eröffnet. Doch dieses Mal ist etwas anders: Die Angst der Eigner von Traditionsschiffe vor zu teuren gesetzlichen Veränderungen zur Sicherheit an Bord ist größer als je zuvor.

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erstellt am 10.Aug.2017 | 12:13 Uhr

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) wird heute gegen 17.00 Uhr die 27. Hanse Sail eröffnen. In diesem Jahr haben sich rund 190 Traditionssegler angemeldet. Bei dem von Meteorologen angekündigten weitgehend angenehmen Wetter mit schwachen Winden und Temperaturen von knapp über 20 Grad werden wieder eine Million Besucher erwartet.

Neben den teils spektakulären Schiffen und den rund drei Kilometer langen Wegen über den bunten Markt am Stadthafen wird ihnen ein buntes Rahmenprogramm über Musik, Show und Fahrgeschäften geboten.

Mit den russischen Seglern „Sedov“, „Krusenstern“ und „Mir“ machen die drei größten Traditionsschiffe der Welt in Warnemünde fest.

Neben dem Spektakel spielt in diesem Jahr die wirtschaftliche Zukunft der Traditionssegler eine zentrale politische Rolle bei der Hanse Sail. Hintergrund ist eine Verordnung, mit der bauliche Beschaffenheiten wie der Einbau eines Kollisionsschotts sowie Qualifikationen der Crews streng geregelt werden sollen - zum Wohle der Sicherheit der Passagiere, sagt das Bundesverkehrsministerium.

 

Nach Angaben des Dachverbands der deutschen Traditionsschiffe (GSHW) sind dadurch etwa 90 Prozent der 110 deutschen Schiffe in ihrer finanziellen und wirtschaftlichen Existenz bedroht. Der GSHW wird am Donnerstag um 11.55 Uhr darüber informieren. Der passende Titel des Pressekonferenz lautet: „Ist es fünf vor zwölf oder schon zu spät?“ Zusätzlich zu den Traditionsschiffen werden viele Sportboote in Rostock erwartet und im Segelstadion für ein Regatta-Flair sorgen.

Die Marine ist mit der Korvette „Braunschweig“ in Warnemünde vertreten und lädt zum Open Ship. Jeder Tag wird mit dem Sprung eines Kampfschwimmers aus einem Marinehubschrauber eröffnet.

 

Erneut ist in den vergangenen Monaten am Sicherheitskonzept der Veranstaltung gefeilt worden. An neuralgischen Punkten - etwa vor Bühnen - werde Videoüberwachung eingesetzt, um bei Überfüllung eingreifen zu können, hieß es. Am Freitag- und Samstagnachmittag wird die vierspurige L22 entlang des Stadthafens gesperrt, um im Falle eines großen Gedränges beispielsweise durch einen starken Hagelschauer die Menschen gefahrlos vom Festgelände herunterführen zu können.

An den drei Hauptzugängen zum Festgelände am Stadthafen kommen neue mobile Lkw-Sperren zum Einsatz, die aus Israel stammen. Sie sind nach Angaben der Sicherheitsfirma einfach zu bedienen und könnten im Falle eines Rettungsdiensteinsatzes innerhalb weniger Sekunden beiseite geräumt werden.

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