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Hülseburg : Schwerlaster begräbt Pkw unter sich

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erstellt am 06.Nov.2013 | 09:26 Uhr

Wittenburg | Wieder ein schwerer Verkehrsunfall an der Kreuzung vor Hülseburg: Kurz nach 7 Uhr ist gestern früh ein Lkw auf einen Pkw gekippt und begrub das Fahrzeug mit den Insassen, einer Mutter (38) mit ihrem Sohn (8), unter sich im Straßengraben. Mit einem Kran musste zunächst der schwere Lastkraftwagen aus dem Straßengraben gehoben werden, damit die Rettungskräfte Zugang zu den schwer verletzen Unfallopfern im total deformierten Pkw bekamen. Zahlreiche Feuerwehrleute, Rettungsassistenten und Notärzte bemühten sich zwei Stunden lang intensiv um die im Unfallwrack eingeklemmten Personen, die mit zwei Rettungshubschraubern zu weiteren Behandlungen in Kliniken geflogen wurden. Der unter Schock stehende Lkw-Fahrer wurde nach Polizeiinformationen durch Angehörige in ein Krankenhaus gebracht.

Wie kam es zu diesem schweren Verkehrsunfall? Wie die Polizei informiert, ereignete sich auf der Straßenkreuzung der Kreisstraßen 26 und 27 zwischen Hülseburg und Bobzin gestern gegen 7.15 Uhr das Unfassbare. Aus noch ungeklärter Ursache stießen dort ein Pkw "Kia" und ein Lkw "MAN" mit Auflieger zusammen. Der Laster schob dabei mit seiner Wucht den Pkw in den angrenzenden Straßengraben und begrub ihn unter sich. Im Zuge der Rettungsarbeiten musste zunächst ein Spezialkran den 40-Tonnen-Lkw zur Seite heben, bevor Rettungskräfte an den total deformierten Pkw gelangen konnten. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache hat die Kriminalpolizei übernommen, heißt es weiter von einem Polizeisprecher. Auch ein technischer Sachverständiger kam zum Einsatz.

 

Es ist nicht der erste Verkehrsunfall an dieser Kreuzung. Am Ortseingang von Hülseburg, wo sich die Kreisstraßen 26 und 27 kreuzen, kam es nach den Worten von Bürgermeisterin Brigitte Wolf in den vergangenen Jahren zu acht teilweise schweren und sogar tödlichen Verkehrsunfällen. Allein 2009 und 2011 kamen dort auf der Straße zwei Menschen ums Leben. Im Jahre 2012 verunglückte ein Fahrzeugführer schwer. "Wir können uns mit der gegenwärtigen Situation dort nicht mehr zufrieden geben. Es besteht auf der Hauptstraße von Wittenburg nach Gammelin, auf der Kreisstraße 27 eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Kilometer pro Stunde. Das reicht nach unserer Meinung nicht aus. Wir plädieren für eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 60 Kilometer pro Stunde in diesem Bereich", sagte sie gestern kurz nach dem Unfall im Gespräch mit SVZ.

Das Thema der gefährlichen Unfallkreuzung vor ihrem ansonsten ruhigen Ort Hülseburg beschäftigte die Gemeindevertretung in der Vergangenheit immer wieder. "Was soll noch passieren, bevor hier etwas verändert wird", fragt sich die Bürgermeisterin und spricht damit sicherlich vielen Hülseburgern aus dem Herzen.

 

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