zur Navigation springen

Neuer Trend : Schweriner wollen eigene vier Wände

vom

Die Nachfrage nach Wohneigentum in Schwerin steigt - und damit liegt die Landeshauptstadt im bundesweiten Trend. Immer mehr Bürger sehen Immobilien als sichere Geldanlage und als private Altersvorsorge an.

Schwerin | Die Nachfrage nach Wohneigentum in Schwerin steigt - und damit liegt die Landeshauptstadt voll im bundesweiten Trend. Angesichts der Finanzkrise sehen offenkundig immer mehr Bürger Immobilien als sichere Geldanlage und als private Altersvorsorge an. Erstaunlich indes ist, dass neuerdings immer stärker auch Eigentumswohnungen nachgefragt werden.

"Im Vergleich zum Vorjahr ist der Verkauf von Eigentumswohnungen schon bis jetzt auf das Vierfache gestiegen", berichtet Ulrich Frisch, Vorsitzender der Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt. Allerdings höre sich dieser Wert größer an als er in der Realität ist, denn in absoluten Zahlen ausgedrückt sind dem Gutachterausschuss in diesem Jahr bislang 32 Verträge zur Kenntnis gebracht worden, 2010 waren es acht.

Frisch kann aber noch einen zweiten Trend für den Eigentumswohnungsmarkt vermelden: Jetzt werden große Wohnungen gefragt. "Früher haben sich vor allem Singles solches Wohneigentum zugelegt, jetzt sind es Familien. Rund 120 Quadratmeter ist die Durchschnittsgröße von neuen Eigentumswohnungen in Schwerin", berichtet Frisch. Eine Ursache für die stark gestiegene Nachfrage sieht er darin, dass im Vergleich zum Eigenheim die neuen Wohnungstypen, wie sie beispielsweise in den Stadtvillen am Hafenquartier Ziegelinnensee (HQ) angeboten werden, vollständig barrierefrei und pflegeleicht sind. Das wüssten vor allem ältere Paare zu schätzen. Nicht unterschätzt werden dürfe außerdem, dass vor allem mit den neuen HQ-Punkthäusern in extrem guter Lage das Luxussegment bedient werde, das bislang in Schwerin keine besonders große Rolle gespielt habe, nun aber stark im Kommen sei. Dies spiegele sich ganz deutlich in den Verkaufszahlen für die Gebäude des Hafenquartiers wider.

"Der Markt für hochwertiges Wohnen ist in Schwerin deutlich im Aufwind", prognostiziert der Vorsitzender des Gutachterausschusses. Das hänge sowohl mit veränderten Lebenssituationen von Einheimischen als auch mit der wachsenden Attraktivität der Stadt für Auswärtige zusammen.

Ungebrochen groß und von der Dimension für die Landeshauptstadt viel bedeutsamer im Bereich Wohneigentum ist der Neubau von Eigenheimen. Das zeigen die Baugebiete Mühlenscharrn in Neumühle, Silberberg in Warnitz oder das ehemalige Molkereigelände am Ziegelaußensee. Von ihnen gehen die größten Impulse für den Schweriner Immobilien-Markt aus, berichtet der Vorsitzende des Gutachterausschusses. Er sieht deshalb auch gute Entwicklungschancen für weitere Standorte, beispielsweise für die ehemaligen Waisengärten, den alten Buga-Parkplatz im Mueßer Holz oder den Internatskomplex Lankow.

Umgesetzt wurden im vergangenen Jahr auf dem Schweriner Immobilienmarkt etwa 92 Millionen Euro und mehr als 740 Kaufverträge für Immobilien unterzeichnet - 18 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

zur Startseite

von
erstellt am 18.Dez.2011 | 07:10 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen