zur Navigation springen

Feiertage liegen in diesem Jahr arbeitnehmerfreundlich : Schweriner Stadtverwalter machen blau

vom

Arbeitnehmerfreundlich: Zwischen Weihnachten und Silvester können mit zwei Urlaubstagen können elf freie Tage erzielt werden. Doch trotzdem herrscht in den meisten Verwaltungen und großen Firmen fast „Business as usual“.

svz.de von
erstellt am 09.Dez.2012 | 07:45 Uhr

Rostock | Weihnachten ist das Fest der Familien und in diesem Jahr auch eines der Arbeitnehmer. Selten liegen die Feiertage und der Jahreswechsel so günstig, dass zwei Urlaubstage reichen, um ganze elf Tage freihaben zu können. Dies gilt zumindest für die Arbeitnehmer, die Heiligabend und Silvester ohne Urlaubszettel zu Hause bleiben können. Trotzdem halten die meisten Verwaltungen ihren Betrieb aufrecht.

Für die Landesregierung sind die zwei Arbeitstage "zwischen den Jahren" Arbeitstage wie jeder andere auch, bekräftigte Regierungssprecher Andreas Timm. Sicher würden viele Landesbedienstete in Urlaub sein, Zweifel an der Arbeitsfähigkeit der rot-schwarzen Landesregierung ließ Timm aber nicht zu.

Auch die Verwaltungen der meisten großen Städte im Land halten ihren Betrieb am 27. und 28. Dezember aufrecht. "Es gibt keine generelle Schließung", betonte die Rostocker Stadtsprecherin Kerstin Kanaa. Möglicherweise könnten in dem ein oder anderen Fachbereich keine Sprechstunden gegeben werden, das werde aber über die lokalen Medien bekanntgegeben. Auch in Neubrandenburg und Stralsund bleiben die Behörden geöffnet.

Nur die Stadtverwaltung Schwerin bleibt in diesem Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr vollkommen geschlossen. Auch in Greifswald haben alle Ämter außer dem Ordnungsamt zu, das gelte auch für das Standesamt sowie die kommunalen Kindertagesstätten. Ausgenommen sind die Friedhofsabteilung oder der Bauhof mit dem Winterdienst.

Nicht so die Universitäten im Land, die wissen, dass es die meisten Studenten unter den heimatlichen Christbaum zieht. Sie haben deshalb die aus ihrer Sicht einzig richtige Konsequenz gezogen und machen die Hörsäle und Fakultäten zu. "Die Universität schließt vom 24. Dezember bis 1. Januar", sagte Ulrich Vetter, Sprecher der Universität Rostock. Die Systeme werden ab dem 22. Dezember langsam herunter- und am Neujahrstag langsam wieder hochgefahren. Grund: Einsparung von Betriebskosten. Für den 27. und 28. Dezember muss Urlaub genommen werden, Sondergenehmigungen können beantragt werden.

Hochbetrieb auf Kreuzfahrtschiffen

Das Gleiche gilt für die Universität in Greifswald. Auch dort werden die Labors beispielsweise von Biologen oder Medizinern weiter beheizt, damit sie ihre Zellkulturen auch über die Feiertage weiterhin im Warmem betreuen können.

Die Arbeitsverwaltung steht den Arbeitssuchenden dagegen auch zwischen den Feiertagen zur Verfügung. "Es läuft alles ganz normal, es gibt keine Sonderregelungen", betonte der Sprecher der Landesarbeitsagentur Nord, Horst Schmitt.

Beim deutschen Marktführer in Sachen Kreuzfahrt, AIDA Cruises mit Sitz in Rostock, kann von Seele baumeln lassen keine Rede sein. "Wir haben Hochsaison", sagt AIDA-Sprecherin Martina Reuter. Alle neun Schiffe der AIDA-Flotte sind gerade in wärmeren Gefilden wie Karibik, Südamerika, Mittelmeer oder auch Südostasien unterwegs. Tausende Reisende wollen betreut sein.

Ganz viel Urlaub haben die Beschäftigten in der Produktion von Windkraft anlagenhersteller Nordex in Rostock. Vom 14. Dezember an ruhen die Arbeiten in der Montagehalle, dann ist dort die Inventur angesagt. In der zweiten Produktionsstätte in einem Rostocker Gewerbegebiet werde noch bis zum 21. Dezember gearbeitet. "Dann ist alles durch, was wir in diesem Jahr bauen wollten", sagt Nordex-Sprecher Ralf Peters. In beiden Werken geht es am 2. Januar weiter.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen