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Mecklenburg-Vorpommern

22. November 2017 | 06:52 Uhr

Ebola : Schweriner Helfer beunruhigt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 09.Okt.2014 | 11:45 Uhr

Die Auswirkungen von Ebola machen sich in der Arbeit der Schwerinerin Anett Kropp bemerkbar. Seit dem Jahr 2008 reist sie mit ihrem Mann und einigen Mitarbeitern des Projektes „Nebenan in Afrika“ jedes Jahr für mehrere Wochen nach Togo und Gambia. „Wir wollten eigentlich im Januar 2015 wieder nach Afrika reisen, aber mit dem derzeitigen rasanten Anstieg der Ebola-Fälle ist es für uns schon ein hohes Risiko“, sagt Kropp. In Gambia unterstützen die Projektmitarbeiter die Arbeit in Kindergärten sowie eine Krankenstation. In Togo helfen sie regelmäßig in drei Krankenhäusern aus und senden medizinisches Material dorthin. „Wir haben gesehen, dass dort meist ein Paar Handschuhe für mehrere Personen genutzt und dieses nur ausgewaschen wird.“ Aus diesem Grund haben sie Einweghandschuhe verteilt. Hinzu kamen noch steriles Verbandsmaterial und medizinische Geräte, die in Deutschland keine Verwendung mehr finden.

„Die Hygiene ist sicher ein Grund für das rasante Ausbreiten von Krankheiten wie Ebola, schließlich gibt es dort teilweise kein fließendes Wasser“, so Anett Kropp. Für sie sind aber auch noch andere Gründe entscheidend: die Aufklärung und die Religion. Viele Menschen vor Ort wüssten nicht, wie sich Krankheiten verbreiten. „Die Familien gehen auch anders mit Kranken um. Die Krankenhäuser sind meist so weit weg, dass der Betroffene zu Hause gepflegt wird und dabei steckt sich die ganze Familie an – und so zieht das dann seine Kreise.“

 

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