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Lebenshaltungskosten : Schweriner bei der Kaufkraft Spitze

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Einwohner in MV haben 2016 pro Kopf knapp 400 Euro mehr zur Verfügung

svz.de von
erstellt am 28.Dez.2015 | 06:30 Uhr

Die gute Nachricht zuerst: Die Mecklenburger und Vorpommern haben 2016 im Durchschnitt mehr Geld für ihre Einkäufe in der Tasche. In einer Kaufkraftprognose hat das renommierte Marktforschungsunternehmen GfK in Nürnberg errechnet, dass jedem Menschen im Nordosten durchschnittlich für das ganze Jahr 18  216 Euro zur Verfügung stehen. Im Vergleich zum Vorjahr wären das nominal knapp 400 Euro und damit zwei Prozent mehr für Konsum, Miete oder andere Lebenshaltungskosten. Leider steigen auch die Preise. Aber bei einer erwarteten Inflationsrate von 1,0 Prozent bleibt immerhin noch ein Plus von real 200 Euro. Gründe für den Anstieg liegen in der guten Wirtschaftslage, der im Vergleich zu anderen Jahren niedrigen Arbeitslosigkeit und in den Steigerungen bei Gehältern und Renten.

„Ein Zuwachs an Kaufkraft freut den Einzelhandel immer“, kommentierte Kay-Uwe Teez von der Geschäftsführung des Handelsverbandes Nord die Entwicklung. Allerdings würden nach Berechnungen des Verbandes nur etwa 28 bis 30 Prozent vom Kaufkraftzuwachs bei den Händlern bleiben. „Die Leute legen sich Geld für schlechtere Zeiten zurück“, so Teez. Außerdem würde häufiger in Urlaubsreisen investiert.

Allerdings gibt es starke regionale Unterschiede innerhalb des Landes. Schwerin hat mit 19 616 Euro pro Kopf landesweit die höchste Kaufkraft. „Der öffentliche Dienst zahlt gute Gehälter“, sagte Teez zum ersten Platz der Verwaltungshauptstadt. Die Rostocker kommen auf 18863 Euro und damit auf Platz zwei im Ranking der Landkreise und kreisfreien Städte im Nordosten. In der Universitätsstadt Rostock drücken die vielen Studenten mit ihren niedrigen Einkommen den Durchschnitt der Kaufkraft.

Schlusslicht ist der Kreis Vorpommern-Greifswald. Hier können die Menschen im Schnitt nur 17  362 Euro ausgeben. Das sind 1501 Euro weniger als den Einwohnern des Landkreises Rostock 2016 zur Verfügung stehen.

Die weniger gute Nachricht zum Schluss: Mecklenburg-Vorpommern hat von allen Bundesländern die geringste Kaufkraft. Der Nordosten erreicht gerade einmal 83,3 Prozent des Bundesdurchschnitts. Der liegt pro Kopf bei 21    879 Euro.

Spitzenreiter sind die Hamburger, die 24  024 Euro ausgeben können. Schlusslicht aller 402 deutschen Kreise ist der Landkreis Görlitz in Sachsen mit 17 194 Euro.

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