zur Navigation springen

Zwei Euro pro Stunde ab 2016 : Schwerin verdoppelt Parkgebühren

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 13.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Wer in der Landeshauptstadt sein Auto auf einem öffentlichen Parkplatz abstellen will, muss künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Stadtverwaltung will die Parkplatzgebühren kräftig erhöhen – in Teilen der Innenstadt soll sich der Ticketpreis sogar verdoppeln.

So werden zwei Euro pro Stunde künftig im „touristisch bedeutsamen Gebiet um das Theater (Zone 3)“ fällig, heißt es in einem Entwurf der Stadtverwaltung für eine neue Parkgebührenordnung, der unserer Redaktion vorliegt. Bislang musste im gesamten Schweriner Zentrum maximal ein Euro pro Stunde gezahlt werden. In der übrigen Innenstadt, außerhalb der Zone 3, steigt der Ticketpreis laut Entwurf auf 1,50 Euro. Im übrigen Stadtgebiet wird ein Euro fällig. Wenn die Stadtvertretung der Gebührenänderung zustimmt, tritt sie 2016 in Kraft.

Damit erreicht die Landeshauptstadt einen Spitzenplatz. Nur noch in Rostock werden in einigen Stadtgebieten zwei Euro pro Stunde für einen öffentlichen Parkplatz verlangt. „Eine Änderung der Gebührenordnung ist bei uns vorerst allerdings nicht geplant“, sagte gestern Rostocks Stadtsprecher Ulrich Kunze.

Andere Städte wie Güstrow, Stralsund oder Parchim liegen deutlich unter diesem Preisniveau. Laut Städte- und Gemeindetag dürfen die Kommunen die Parkgebühren selbst festlegen. Die Höhe darf allerdings nicht maßgeblich über dem Durchschnitt liegen. „Die Erträge sind für die Gemeinden nicht zweckgebunden“, erklärte Thomas Deiters, Finanzexperte des Städte- und Gemeindetags. Schwerin nimmt 2015 etwa 878  200 Euro durch Parkgebühren ein – 2016 sollen es mit der Änderung 41  000 Euro mehr sein.

„Zwei Euro pro Stunde sind für Schwerin relativ kräftig“, sagte Carsten Willms, Verkehrsexperte beim ADAC. Er spricht von „Hamburger Verhältnissen“. Nachteile sieht er für den Einzelhandel in der Innenstadt. Einkaufszentren mit gebührenfreien Parkplätzen am Stadtrand seien so kostengünstige Alternativen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen