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Zusätzliche Einnahmen : Schwerin legt bei Parkgebühr nach

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Die Stadtverwaltung wird im kommenden Jahr zwei weitere Anwohnerparkzonen einrichten. Parallel vergrößert die Stadt die Zahl der Parkscheinautomaten.

svz.de von
erstellt am 28.Nov.2011 | 06:54 Uhr

Schwerin | Sind Parkscheinautomaten Schwerins stille Geldquellen? Immerhin bringt einer durchschnittlich etwa 200 Euro pro Monat beziehungsweise 2400 Euro pro Jahr der Landeshauptstadt ein. Mit dieser geschätzten Summe rechnet die Verwaltung die zu erwartenden Mehreinnahmen für das kommende Jahr aus, wie aus einem Schreiben hervorgeht. Nach dieser Rechnung nimmt Schwerin 2012 allein mit den 22 Parkscheinautomaten in der seit Herbstbeginn geltenden Anwohnerparkzone H in der nördlichen Paulsstadt etwa 52 400 Euro ein. Außerdem plant die Landeshauptstadt 44 weitere Parkscheinautomaten in der südlichen Pauls- und in der Feldstadt aufzustellen. In diesem Jahr belaufen sich die Einnahmen aller kommunaler Parkscheinautomaten auf rund eine halbe Million Euro.

Anwohner der südlichen Paulsstadt sollen voraussichtlich vom 1. Juli an in der geplanten Zone G ihre Autos abstellen können, Bewohner der südlichen Feldstadt vom 1. November an in der Zone F. Mit der Einführung der neuen Parkzonen muss sich auch der Geschäftsführer des Schweriner Nahverkehrs, Norbert Klatt, auseinandersetzen. Das Unternehmen bewirtschaftet seinen Angaben nach im Auftrag der Stadt dann auch die vorgesehenen 44 neu aufgestellten Parkscheinautomaten. Mit 15 Geräten in der Zone G will Schwerin dem Papier zufolge im Jahr 2012 voraussichtlich 18 000 Euro einnehmen. Mit weiteren 29 Anlagen in der Zone F in zwei Monaten immerhin noch 11 600 Euro. Insgesamt rechnen die Verkehrsplaner, dass die Einnahmen so im Jahr 2012 um 82 400 Euro und im Jahr 2013 um 158 400 Euro steigen.

Bei diesen Zahlen handelt es sich allerdings um eine Hochrechnung, die "nur schwer valide zu prognostizieren" sei, teilt Verkehrsplanerin Ulrike Heese in dem Schreiben mit. "Anders als beispielsweise bei den Abfallgebühren steht es jedem Autofahrer frei, einen städtischen Parkplatz zu nutzen", schreibt sie weiter. Das mit der neuen Parkgebührenordnung eingeführte Tagesticket und kostenfreie Kurzparken von bis zu einer halben Stunde führe ebenfalls zu "Unschärfen" bei der Schätzung. Die Stadtverwaltung kann in diesem Bereich nicht auf Erfahrungswerte aus den vergangenen Jahren verweisen, wie Dr. Bernd-Rolf Smerdka, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagements, betonte.

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