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Teurer ist es für Autofahrer nur im Ulm : Schwerin ist Hochburg im Knöllchen-Vergleich

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Knöllchenhochburg Schwerin? Ein Verbraucherportal hat der Landeshauptstadt diesen wenig schmeichelhaften Titel verliehen. Durchschnittlich hat hier jeder Autobesitzer im vergangenen Jahr 63 Euro Strafe gezahlt.

svz.de von
erstellt am 11.Dez.2012 | 08:50 Uhr

Schwerin | Knöllchenhochburg Schwerin? Das Verbraucherportal preisvergleich.de hat der Landeshauptstadt diesen wenig schmeichelhaften Titel verliehen. Die Begründung: Auf jedes in Schwerin zugelassene Fahrzeug heruntergerechnet, hat der jeweilige Besitzer im vergangenen Jahr 63 Euro Strafe gezahlt. Teurer ist es für Autofahrer nur im Ulm.

Die Stadtverwaltung beziffert die Einnahmen auf 2,6 Millionen Euro bis November 2012 und verweist auf 25 000 Pendler, die täglich nach Schwerin kommen. Sie würden in der Statistik des Internetportals nicht berücksichtigt. Etwa die Hälfte der Park- und Geschwindigkeitsverstöße entfallen nach Angaben der Stadt aber auf auswärtige Kraftfahrer. Insgesamt 659 599,31 Euro für falsches Parken und 1,35Millionen Euro für zu schnelles Fahren hat die Stadt bislang eingenommen. "Wer in dieser Situation von Abzocke spricht, der verkennt, dass die öffentliche Verwaltung den Auftrag hat, auf den Straßen und Plätze für Ordnung und Sicherheit zu sorgen", sagt Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. In diesem Jahr zeichnet sich bis zum 30. November 2012 bereits ab, dass die Einnahmen in Schwerin sinken werden.

Eine Umfrage unserer Redaktion ergab, dass auch in anderen Städten Millionen auf diesem Wege Kassen fließen. Beispiel Rostock: Bis zum 30. November 2011 beliefen sich die Einnahmen auf 2,85 Millionen Euro. In diesem Jahr ist die Tendenz steigend. Bis zum 30. November 2012 sind es schon 2,91 Millionen Euro. Weniger Knöllchen fürs Falschparken, dafür mehr Raser - so gestaltet sich die Situation in Neubrandenburg. 642 000 Euro hat die Stadt im vergangenen Jahr für Halte- und Parkvergehen, Geschwindigkeitsübertretungen und für Rotsünder kassiert.

Der Blick über die Landesgrenzen lohnt. Potsdam nahm im vergangenen Jahr 2,3 Millionen Euro ein. Sowohl beim ruhenden als auch beim fließenden Verkehr ist die Summe seit 2011 unverändert. Die Stadtverwaltung begründet die Stagnation mit schwankenden personellen und technischen Ressourcen. Aber auch die vielen Baustellen bremsten die Fahrer.

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