Olympia 2024 : Schwerin hofft auf Volleyball

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DOSB-Präsidium gibt Hamburgs Bewerbung den Vorzug gegenüber der Berliner

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16. März 2015, 22:00 Uhr

Glück für Schwerin, Pech für Rostock: Die Entscheidung für die Olympiabewerbung Hamburgs ist gefallen. Das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sprach gestern Abend in Frankfurt/Main eine entsprechende Empfehlung an seine Mitglieder aus und entschied sich damit gegen die Hauptstadt Berlin. Damit ist Schwerin als Austragungsort für die Volleyball-, und auch für die Basketball-Wettbewerbe im Rennen. Entschieden ist jedoch noch nichts. Selbst das Landgestüt Redefin war im Vorfeld für Spring- und Dressurreiten im Gespräch.

Große Freude bei Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. „Wir sind bereit! Es wird toll. Die Volleyballhochburg Schwerin kann auch Olympia“, verspricht sie. Enttäuschung hingegen in Rostock. Mit dem Segelrevier vor Warnemünde hatte sich die Hansestadt große Hoffnungen auf die Segelwettbewerbe gemacht. „Es ist unsere dritte Bewerbung um die Ausrichtung olympischer Segelwettbewerbe vor Warnemünde und wir bringen dafür jede Menge Erfahrungen mit“, warb OB Roland Methling noch am Tage.

Den Ausschlag für Hamburg hat nach Einschätzungen von Beobachtern der größere Rückhalt in der Bevölkerung gegeben. Bei einer Forsa-Umfrage vor einer Woche hatten sich 64 Prozent der befragten Hamburger für Olympia entschieden, wogegen nur 55 Prozent der Berliner dafür waren. Vor einer bindenden Bewerbung beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) müssen sich mindestens 50 Prozent der Bürger in der Hansestadt in einer Befragung im September für die Sommerspiele 2024 oder gegebenenfalls auch 2028 aussprechen.

Ministerpräsident Erwin Sellering am Abend gegenüber unserer Redaktion: „Meinen herzlichen Glückwunsch nach Hamburg! Warnemünde wäre ein sehr guter Partner für die Segelwettbewerbe. Rostock könnte Austragungsort für einige Spiele des Olympischen Fußballturniers sein. Als Volleyball-Fan würde mich besonders freuen, wenn Schwerin Gastgeber beim Olympischen Volleyballturnier wird.“ Sellering versprach Landesunterstützung für die Bewerbung.

SSC-Trainer Felix Koslowski war gestern Abend am Rande des Hallentrainings in Schwerin total begeistert: „Olympia in Schwerin, das wäre der Oberhammer. Wenn das passieren sollte, etwas Besseres kann es gar nicht geben. Olympia ist das Größte und Volleyball in Schwerin – Wahnsinn.“

Die Außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB muss am Samstag in der Frankfurter Paulskirche der Empfehlung des Präsidiums noch formal zustimmen.
 

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