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Mecklenburg-Vorpommern

12. Dezember 2017 | 03:55 Uhr

Schwerin begrüßt den neuen Bischof

vom

svz.de von
erstellt am 25.Aug.2013 | 09:36 Uhr

Schwerin | Er will eine Kirche, die an der Seite der Menschen steht. Der neue Landesbischof der Nordkirche, Gerhard Ulrich, sprach in der ersten Predigt in "seinem" Dom viel von Teilen, Für einander-da-sein, vom "Menschenrecht auf Frieden" und der Würde des Menschen, die wichtiger sei als Profitin teressen. Gestern wurden der 62-jährige Theologe und die Kirchenleitung in ihre Ämter eingeführt - für Schwerin war es ein Tag ergreifender Momente.

Nun ist die Landeshauptstadt offiziell das geistliche Zentrum der 2012 neu gegründeten Nordkirche mit 2,25 Millionen Mitgliedern. Ein Signal, das weit reicht. Sichtbar wurde das gestern nicht nur an der bundesweiten Berichterstattung, sondern vor allem an den internationalen Gästen. Dazu gehörte der Präsident des Evangelisch-Lutherischen Weltbundes, Bischof Dr. Munib Younan (Jordanien und Heiliges Land), sowie sein Stellvertreter Bischof Dr. Alex Gehaz Malususa aus Tansania und Kirchenpräsident Pastor Dr. Nestor Friedrich aus Brasilien. Sie und weitere Würdenträger aus dem In- und Ausland trugen sich am Vormittag ins Goldene Buch der Stadt ein, schwärmten von der Gastfreundschaft der Menschen hier und lobten die Entscheidung, den Bischofssitz nach Schwerin, also in ein Altbundesland, zu legen - als Zeichen der funktionierenden deutschen Einheit.

Um 15 Uhr begann der Festgottesdienst mit 750 geladenen Gästen im Dom, der live auf einer Großleinwand auf dem Markt übertragen wurde. Hier schauten sich bei strahlendem Sonnenschein mindestens ebenso viele Menschen die zweistündigen Feierlichkeiten an - und nahmen zeitgleich mit den Christen im Dom ihr Abendmahl ein. Kurz nach 17 Uhr mischten sich die Kirchenoberen dann unters Volk, aßen Kartoffeln mit Kräuterquark. Rund 1800 Menschen begrüßten so ihren Landesbischof, der sich für die herzliche Begleitung bedankte: "Dieses Bild wünsche ich mir für die Kirche insgesamt: Man teilt miteinander, redet, erzählt, mitten in der Stadt, offen und einladend für alle."

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