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Mecklenburg-Vorpommern

17. November 2017 | 20:44 Uhr

Tourismusbranche MV : Schweres Geschäft

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Tourismus an der Küste ist einfacher als im Binnenland

Die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns rüstet sich für die Internationale Tourismusbörse ITB in Berlin. Die fünftägige Messe markiert den anstehenden Beginn des Tourismusjahres. Dabei erscheinen die Voraussetzungen der Regionen sehr unterschiedlich: Von den 30,3 Millionen Übernachtungen, die als Rekord im vergangenen Jahre registriert wurden, fielen rund 80 Prozent in der Küstenregion an.

Diese Zahlen machen deutlich, dass die Gästegewinnung in den ländlichen Regionen sehr viel schwerer ist als an der Küste. Dieses Ungleichgewicht versuchen die Tourismusmanager der Verbände Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburgische Seenplatte mit besonderen Angeboten wettzumachen. Beide Regionen sehen sich zunächst als prädestiniert für „Outdoor-Aktivitäten“ wie Wandern, Wasserwandern, Reiten oder Radfahren. Hier ist der Effekt der vielen Fördermillionen in die Infrastruktur deutlich sichtbar – auch wenn das Binnenland in Größenordnung weniger Geld abbekommen hat als die Küstenregion. Seit 1990 wurden landesweit 1600 touristische Infrastrukturmaßnahmen vom Wirtschaftsministerium mit rund einer Milliarde Euro gefördert. Und Investitionen von rund 1,49 Milliarden Euro ausgelöst.

Westmecklenburg sei durch die zwei Biosphärenreservate Schaalsee und Flusslandschaft Elbe sowie die Naturparks Sternberger Seenland und Nossentiner/Schwinzer Heide geprägt. „So ergibt sich eine andere Mischung bei den Übernachtungsmöglichkeiten“, erklärt die Geschäftsführerin des Verbands Mecklenburg-Schwerin, Ilka Rohr. „Gerade in diesen Gebieten gibt es viele Kleinstvermieter.“ Die Region profitiere viel von Tagesgästen aus Hamburg.

Für Hotelbetriebe mag der ländliche Raum eher ein Hemmnis sein, nicht so für die Campingbranche. Von den rund 200 Plätzen liegen die meisten im Binnenland. „Die Nähe zur Natur ist das ausschlaggebende Argument für Campingurlauber“, sagt Verbandssprecher Gerd Scharm-berg. So haben es die Campingplätze im vergangenen Jahr auf 4,9 Millionen Übernachtungen geschafft. Das sei eine positive Steigerung von rund sieben Prozent.

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