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20 000 Kunden betroffen : Schwelbrand legt Vodafone-Netz lahm

vom

Ein Schwelbrand in Berlin hat gestern das Datennetz des Mobilfunkbetreibers Vodafone in Teilen Ostdeutschlands lahmgelegt. Betroffen waren die Bereiche Magdeburg, Schwerin, Rostock und Teile des Landes Brandenburg.

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2013 | 06:49 Uhr

Schwerin | Kein Anschluss: Etwa 20 000 Vodafone-Kunden waren gestern vom mobilen Datennetz abgeschnitten. "Ein Schwelbrand in Berlin hat die Störung ausgelöst", sagt Dirk Ellenbeck, Sprecher des Telefonanbieters. Es sei Sabotage gewesen. Ursache war nach Informationen unserer Zeitung vermutlich eine Brandstiftung. Das Berliner Landeskriminalamt ermittelt in dem Fall. Betroffen waren Kunden im Großraum Schwerin, Rostock, Magdeburg und in Teilen des Landes Brandenburg - "kurz gesagt: alle Bereiche mit den Vorwahlen 038 und 039", so der Sprecher weiter. Normale Telefonate über das Netz waren nicht betroffen.

In der Nacht zu gestern war kurz vor Mitternacht in einem Kabelschacht in Berlin ein Feuer ausgebrochen, wodurch die Datenverbindung gekappt wurde. Das Feuer breitete sich offenbar über die Leitung aus, woraufhin es zu mehreren Schwelbränden kam. "Nachdem wir die Ursache identifiziert und den Brand gelöscht hatten, arbeiteten unsere Fachleute mit Hochdruck daran, den Schaden zu reparieren", sagt Dirk Ellenbeck. Ein solches Glasfaserkabel sei dünner als ein menschliches Haar. Die betroffene Leitung, in der mehrere Glasfaserkabel verlaufen, habe einen Durchmesser von mehreren Zentimetern. Das mache die weitreichende Auswirkung deutlich. Die Störung war gegen gestern Mittag wieder behoben.

Es handelte sich um einen zentralen Datenverteiler von Vodafone, über den die Verbindungen in Teilen Ostdeutschlands koordiniert werden würden. Einen ähnlichen Vorfall hatte es nach Angaben von Vodafone bereits im vergangenen Jahr einmal gegeben. Das komme allerdings selten vor.

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