Neuer Chef der Staatskanzlei gesucht : Schweigen zum Nachfolger

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Schweigen in der Regierungszentrale: Zur Nachfolge von Staatskanzlei-Chef Reinhard Meyer (SPD), der als Wirtschaftsminister nach Kiel wechseln wird, hat sich die Landesregierung in Schwerin bisher noch nicht entschieden.

svz.de von
04. Juni 2012, 07:45 Uhr

Schwerin | Zur Nachfolge von Staatskanzlei-Chef Reinhard Meyer (SPD), der als Wirtschaftsminister nach Kiel wechseln wird, hüllt sich die Landesregierung in Schwerin noch in Schweigen. Die neue Ministerriege für Schleswig-Holstein werde erst am Mittwoch offiziell bekanntgegeben. Vorher werde es daher auch keine Angaben zu möglichen personellen Veränderungen in Schwerin geben, sagte Regierungssprecher Andreas Timm gegenüber unserer Redaktion. Unsere Zeitung hatte gestern berichtet, dass Meyer, der auch als Präsident dem Deutschen Tourismus-Verband vorsteht, als einer von vier SPD-Ministern in Kiel das Ressort für Wirtschaft und Arbeit übernimmt.

Der 52-Jährige, der in Braunschweig und Hamburg Politik und Volkswirtschaftlehre studierte, ist seit 1991 politisch in Mecklenburg-Vorpommern aktiv, zunächst in der SPD-Landtagsfraktion, später in Landesbehörden und Ministerien. Von 2001 bis 2005 war er Staatssekretär im Wirtschaftsressort. Anfang 2006 machte ihn dann der damalige Regierungschef Harald Ringstorff zum Chef der Staatskanzlei. Diese Funktion behielt er auch unter Ringstorffs Nachfolger Erwin Sellering (beide SPD).

Meyers neue Ministerkollegen in Kiel stehen bereits fest: Andreas Breitner (45, SPD), wird Innenminister. Sein Amt als Bürgermeister von Rendsburg eroberte er Ende 2002 in einem Überraschungscoup gegen den Konkurrenten von der CDU. Kristin Alheit (44, SPD) wird Sozialministerin. 2008 wurde sie Bürgermeisterin von Pinneberg und stürzte den langjährigen Amtsinhaber vom Thron. Alheit ist Beisitzerin im Landesvorstand der Nord-SPD und erklärter Dänemark-Fan. Waltraut Wende (54, parteilos) wird Ministerin für Bildung und Wissenschaft auf SPD-Ticket. Die Professorin lehrte in Deutschland und den Niederlanden. Robert Habeck (42, Grüne) wird Minister für Umwelt und Landwirtschaft. Der gebürtige Lübecker ist Schriftsteller. Monika Heinold, (53, Grüne) wird Finanzministerin. Sie bekennt sich zu einem strikten Sparkurs. Anke Spoorendonk (64, SSW), wird Ministerin für Justiz, Kultur und Europa.

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