Nach der Trockenheit : Schutzlose Fichten

Mag die trockene Witterung: Der Borkenkäfer vermehrt sich in diesem Jahr ungewöhnlich stark.  Foto: dpa/Gabbert
Mag die trockene Witterung: Der Borkenkäfer vermehrt sich in diesem Jahr ungewöhnlich stark. Foto: dpa/Gabbert

Immer mehr Bäume werden von Borkenkäfern befallen

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05. November 2018, 09:00 Uhr

Die Trockenheit in diesem Jahr hat vielerorts die Forstschädlinge zur Plage werden lassen. Seit August habe sich in Mecklenburg-Vorpommern die Menge der von Borkenkäfern befallenen Fichten mehr als verdoppelt, teilte das Landwirtschaftsministerium auf Anfrage mit. Während im August etwa 17 500 Festmeter Holz Schäden durch Borkenkäfer aufwiesen, seien es im Oktober schon 42 000 Festmeter gewesen. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter Holz.

Die Fichten seien wegen der Trockenheit derart geschwächt, dass sie die anfliegenden Borkenkäfer nicht mehr abwehren könnten.

Zum Jahresende könnten bis zu 100 000 Festmeter Schadholz anfallen, befürchtet die Landesforstanstalt. Das wäre etwa ein Drittel der Menge Fichtenholz, die im Schnitt pro Jahr geschlagen wird. Im Land wachsen auf sieben Prozent der Waldfläche Fichten.

Dem Leiter der Landeswaldschutzmeldestelle, Mathis Jansen, zufolge war zu beobachten, dass Borkenkäfer in diesem Sommer mehrere Generationen ausbildeten. Die Kronen befallener Fichten seien in kurzer Zeit braun geworden. Die Bäume müssten gefällt und schnell abtransportiert werden, um eine Verbreitung der Schädlinge zu verhindern.

Die Wälder der Landesforstanstalt werden nach Ministeriumsangaben intensiv beobachtet. Borkenkäfernester würden umgehend behandelt, dabei würden auch Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Die Nationalparke mit überwiegenden Kiefernbeständen melden demnach keinen nennenswerten Befall mit Schädlingen wie dem Buchdrucker.

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