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Risiko für Verbraucher : Schutz vor falscher Arznei

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Gefälschte Arzneimittel können für Patienten lebensgefährlich sein. Mindestens jedes zweite online vertriebene Präparat ist eine Fälschung. Grundsätzlich unterscheiden Fachleute sechs Formen gefälschter Medikamente.

svz.de von
erstellt am 06.Nov.2011 | 10:45 Uhr

Gefälschte Arzneimittel können für Patienten lebensgefährlich sein. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO ist mindestens jedes zweite online vertriebene Präparat eine Fälschung. Bei der Suche nach geprüften und sicheren Anbietern hilft eine Liste des Bundesverbandes Deutscher Versandapotheken (BVDVA) weiter. Seriöse Onlineapotheken sind unter anderem öffentlich und nach deutschem Recht zugelassen und werden von einem in Deutschland approbierten Apotheker geführt.

Auch das Impressum der Seite sollten Kunden sich genau ansehen, riet Martin Fensch vom Pharmakonzern Pfizer. Zudem müssten Verbraucher darauf achten, ob bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ein Rezept verlangt wird. "Ist das nicht der Fall, wäre ich sehr skeptisch", sagte Fensch. Auch Farbe und Wirkung des Arzneimittels sollten Patienten kritisch prüfen. "Wenn man nichts spürt oder unsicher ist, sollte man das seinem Arzt melden."

Grundsätzlich unterscheiden Fachleute sechs Formen gefälschter Medikamente. So kann es sein, dass das Mittel entweder keine aktiven oder zu viele aktive pharmazeutische Substanzen, falsche oder komplett andersartige und anderswirkende pharmazeutische Bestandteile enthält.

Darüber hinaus ist es möglich, dass in gefälschten Arzneien giftige oder nicht wirksame Stoffe stecken. Dem Zollkriminalamt zufolge hat sich allein zwischen 2009 und 2010 die Zahl der sichergestellten Tabletten-Plagiate von rund fünf auf zehn Millionen fast verdoppelt.

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