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Schulstart für 134 000 Schüler und 11 000 Lehrer

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erstellt am 05.Aug.2012 | 05:49 Uhr

Nach den Sommerferien beginnt am Montag für 134 000 Schüler in Mecklenburg-Vorpommern wieder der Ernst des Lebens. Für viele startet der Unterricht mit Projekt- und Kennenlerntagen. Unter den Schülern sind 12 900 Erstklässler, die am Samstag feierlich eingeschult wurden. Das sind 500 Schulanfänger mehr als im Vorjahr.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) mahnte die Kraftfahrer, nach den sechswöchigen Ferien wieder an die jüngsten Verkehrsteilnehmer zu denken und besondere Rücksicht walten zu lassen. „Von Kindern kann nicht immer ein verkehrsgerechtes Verhalten erwartet werden“, sagte der Minister. Gerade Schulanfänger seien mit dem Schulweg noch nicht ausreichend vertraut und würden noch nicht alle Gefahren kennen.

„Deshalb Fuß vom Gas!“, sagte der Minister. 2011 wurden sechs Schulanfänger bei Unfällen teilweise schwer verletzt, 2010 gab es vier leicht verletzte ABC-Schützen.
Die Landespolizei habe gemeinsam mit Verkehrswachten, Kitas und Schulen Kindern und Eltern das Thema nahegebracht. Caffier kündigte zudem intensivere Verkehrsüberwachungen im Umfeld von Schulen an.


In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 568 allgemeinbildende Schulen.
121 000 Schüler sind an öffentlichen, 13 000 an privaten Schulen angemeldet. Sie werden von 10 800 Lehrern unterrichtet. Etwa 170 von ihnen wurden neu eingestellt, darunter erstmals knapp 20 Vertretungslehrer. Sie sollen dafür sorgen, dass an den Grundschulen keine Stunden ausfallen. Insgesamt unterrichten nach Darstellung von Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) voraussichtlich 106 Lehrer mehr als im Vorjahr. Um die Lehrer zu entlasten, soll die Pflicht wegfallen, für alle Schüler Förderpläne zu erstellen. Die Pläne sollen nur noch für förderbedürftige Schüler geschrieben werden.
Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, sieht im neuen Schuljahr keine spürbaren Verbesserungen der Lernbedingungen. Nach ihrer Rechnung fehlen an den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen 112 Lehrer, da von den ausgeschriebenen 278 Stellen lediglich 166 besetzt werden konnten.
Nach Ansicht der Grünen reichen die Vorhaben des Ministers nicht aus, um den Lehrerberuf attraktiver zu machen. Sie forderten, die Lehrerstundenzahl zu reduzieren. Nicht umsonst nehme Mecklenburg- Vorpommern mit der höchsten Zahl an Pflichtstunden bei gleichzeitig überdurchschnittlichem Krankenstand der Lehrer einen negativen Spitzenplatz im Bundesvergleich ein.


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