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Video: 30 Grad - Top oder Flop : Schulfrei dank September-Hitze

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Mehr als 30 Grad im Schatten - und das im September: Schüler in MV freuen sich über verkürzten Unterricht.

svz.de von
erstellt am 13.Sep.2016 | 11:36 Uhr

Hitzefrei im September - in diesen seltenen Genuss sind am Dienstag Hunderte Schüler in Mecklenburg-Vorpommern gekommen. Angesichts von weit mehr als 30 Grad im Schatten, die im Binnenland vorhergesagt waren, zeigten sich einige Schulleiter gnädig und strichen den Nachmittagsunterricht Andere verkürzten die Schulstunden von 45 auf 30 Minuten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

 

So fielen am Goethe-Gymnasium Ludwigslust die siebte und achte Stunde aus, wie eine Mitarbeiterin sagte. Am Elbe-Gymnasium Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) galt dies zumindest für die Schüler bis Klasse neun. An der Regionalen Schule „Rudolf Tarnow“ in Boizenburg wurden die Schulstunden auf 30 Minuten verkürzt. An der Regionalen Schule Penkun (Landkreis Vorpommern-Greifswald) und an der Regionalen Schule „Peter Joseph Lenné“ war nach Auskunft von Schulsprechern nach der fünften Stunde Schluss.

Die ungewöhnliche Hitze sorgte mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für einen September-Rekord, wie Stefan Kreibohm, Meteorologe vom Wetterdienst Meteomedia, sagte. Vor allem im Landesinneren wurden am späten Nachmittag Spitzen von bis zu 35 Grad erwartet. Auch an den Küsten war es außergewöhnlich heiß. Entsprechend gut besucht war etwa der Strand von Warnemünde.

Allerdings habe die Hitzewelle nun ihren Höhepunkt erreicht, sagte Kreibohm. Ab Mittwoch würden die Temperaturen wieder zurückgehen.„Dann kühlt es ganz langsam ab.“ Wie sich das Wetter bis zum kommenden Wochenende entwickeln werde, konnte er noch nicht vorhersagen.

Wie Jens-Uwe Richter, Förster vom Forstamt Gädebehn (Kreis Ludwigslust-Parchim) sagte, zeigen sich jetzt schon viele Wälder in Herbstfarben. Ursache dafür sei hauptsächlich die Trockenheit im August. Diese stresse manchen Laubbaum so sehr, dass er die ersten Blätter abwirft. Schlimm sei das allerdings nicht. Der Wald bereite sich auf den Winter vor. „Auffällig ist aber, dass der Farbwechsel der Blätter dieses Jahr sehr plötzlich begonnen hat. Der Wald hat angesichts des regenarmen Wetters seine Wasserreserven aufgebraucht“, erklärte Richter. Seit Mitte August sei kaum mehr Regen gefallen.

 

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