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Bildung MV : Schulabschluss 2015 – und was nun?

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Reisen, studieren, abhängen, kurze Pause vor der Lehre oder von der Zukunft träumen. Wir haben Schulabsolventen nach ihren Plänen gefragt.

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erstellt am 08.Jul.2015 | 12:00 Uhr

Für die meisten Schüler in Mecklenburg-Vorpommern heißt es bald: Ab in die Sommerferien. Nur wartet  am Ende dieser schulfreien Zeit für manche nicht wie gewohnt das nächste Schuljahr, sondern die „Freiheit“. Für einige bedeutet sie, endlich große Reisen unternehmen zu können oder das Elternhaus zu verlassen und neue Städte zu erkunden, manche brauchen erstmal etwas Pause vom Lernen und wieder andere starten gleich in den Ernst des Lebens. Und egal ob Mittlere Reife, Fachabitur oder Abitur, Schulabsolventen aus MV sind gut vorbereitet auf ihre Zukunft. Zwölf von ihnen haben uns verraten, was sie nach der Schule geplant haben:

Mindestens eineinhalb Jahre zur Marine

Julian Becker, Kyritz: „Gerade mache ich mein Fachabitur in Pritzwalk. Nach der Schule gehe ich mindestens 1 1/2 Jahre zur Marine zum freiwilligen Wehrdienst, danach entscheide ich mich, ob ich bei der Bundeswehr studiere und Offizier werde oder ob ich zum Zoll gehe und da den gehobenen Dienst beschreite. Dann noch eine kleine Familie, ein eigenes Haus am Strand plus ein dickes Auto, und das Glück ist  für mich perfekt.“

Verbleibende Zeit mit Reisen überbrücken

Borislav Stanoev, Nienhagen: „Für technische Zusammenhänge habe ich mich schon immer interessiert. Darum beginne ich nach meinem Abschluss an der Freien Waldorfschule in Rostock  bei Caterpillar in Warnemünde eine Ausbildung zum Mechatroniker. Dort entstehen Motoren, also das Herzstück von Passagierschiffen. Die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn im September möchte ich noch nutzen, um in die USA und nach Bulgarien zu reisen.“

Mit Menschen und Autos arbeiten

Jean-Rik Grohnert, Lübtheen: „Eigentlich hatte ich überlegt, nach der Realschule mein Abitur zu machen, habe mich dann aber entschieden, erstmal etwas Geld zu verdienen.  Im August beginnt meine Ausbildung zum Automobilkaufmann in Hagenow. Auch die Mechatronk-Schiene hat mich gereizt. Nachdem ich beides im Praktikum ausprobiert habe, entschied ich mich für den kaufmännischen Bereich. “

Auf jeden Fall ab nach Berlin

Jessica Schröder, Rapshagen: „Ich bin 17 Jahre alt und  absolviere gerade mein Fachabitur in Pritzwalk. Habe ich meinen Abschluss, werde ich auf jeden Fall nach Berlin ziehen und dort eine Ausbildung in der Fachrichtung Kommunalverwaltung machen. Mein Traumberuf ist es, im Außendienst des Ordnungsamtes zu arbeiten. Denn dieser Beruf ist nicht nur interessant, sondern auch abwechslungsreich.“

Für sie geht es nach England

Esther Weisse, Wittenförden: „Jetzt, wo ich weiß, dass ich mein Abitur geschafft habe, geht es erstmal für acht Monate nach England als AuPair. Die Arbeit mit Kindern macht mir viel Spaß und ich freue mich auf die neuen Erfahrungen, die ich sammeln werde. Danach wollte ich eigentlich Lehramt studieren. Ganz sicher bin ich mir aber noch nicht. Denn auch ein Studium in Industriedesign würde mich sehr reizen.“

Erstmal ein Jahr Pause von der Schule

Anke Rehsöft, Schwerin: „Ich habe nach dem Abitur erstmal ein ökologisches Jahr in Hamburg geplant. Dort werde ich Im Umweltzentrum Gut Karlshöhe tätig sein. Meine erste eigene Wohnung habe ich mir auch schon gesucht. Beruflich schwanke ich noch zwischen sozialer Arbeit und der Logopädie. Aber nun habe ich ja noch etwas Zeit, mir darüber klar zu werden, in welchem Beruf ich tätig sein möchte.“

Nach der Schule ist vor dem Studium

Tobias Henning, Schwerin: „Noch bin ich drin im Stoff und im Lernen, darum ziehe ich durch und beginne gleich nach dem Abitur mein Lehramt-Studium in Rostock. Ich werde mich dann auf Mathematik und Informatik spezialisieren. Diese beiden Fächer haben mir schon in der Schule Spaß gemacht. Außerdem stehe ich gerne vor anderen und vermittle Wissen. Mit dem vor der Klasse Sprechen habe ich also keine Probleme.“

Tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter

Lena Klenkenberg, Lübtheen: „Nach dem Realschulabschluss werde ich im August eine Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten beginnen. Um den Ausbildungsplatz in Schwerin habe ich mich bereits letztes Jahr gekümmert. Ich trete damit in die Fußstapfen meiner Mutter. Sie hat das früher ebenfalls gelernt.“

Kurz Pause, dann die Ausbildung

Luca-Alexander Schlender, Lübtheen: „Nach meinem Abschluss habe ich erstmal kurz Zeit zum Verschnaufen. Dann fange ich  im September eine Ausbildung zum Erzieher an. Ich habe selbst drei jüngere Geschwister, auf die ich manchmal aufpassen muss. Mir macht es Spaß, mit Menschen zu arbeiten und Geschrei wie Geheule machen mir  nichts aus. Ich habe allerdings mehr Freude am Spielen als  am Aufpassen. Aber beides gehört dazu.“

Vielleicht Kindergärtnerin

Kimi Günther, Pritzwalk: „Ich  bin in der 11. Klasse und mache  gerade ein Praktikum im Kindergarten, welches mir große Freude bereitet. Auf jeden Fall  möchte ich später etwas mit Menschen machen. Wahrscheinlich werde ich mich nach der Schule um einen Ausbildungsplatz als Kindergärtnerin bewerben. Ich bin mir allerdings   noch  nicht ganz sicher, aber bis es soweit ist, habe ich noch ein bisschen Zeit zum  Nachdenken.“

Medizinstudium war immer ihr Wunsch

Charlotte Kühl, Schwerin: „Eigentlich wollte ich immer Medizin studieren, aber ich befürchte der Numerus Clausus ist zu hoch. Wahrscheinlich schaffe ich ,nur’ einen 1,5er Durchschnitt.  Mein Ausweichplan ist es, ein Diplom in Dresden zu machen. Als Fachrichtungen interessieren mich Verfahrenstechnik und das Wirtschaftsingenieurwesen. Um einen Puffer zu haben, werde ich aber erstmal jobben.“

Berufsberatung hat geholfen

Anni-Pauline Busch, Rostock: „Noch habe ich meinen Realschulabschluss nicht in der Tasche. Nach den Prüfungen gönne ich mir erstmal eine Auszeit. Zwischen den Berufen Krankenschwester, Ergotherapeutin und Heilerzieherin konnte ich mich lange nicht entscheiden. Eine Berufsberatung hat mir dann geholfen. Ich werde eine Ausbildung zur Sozialassistentin und Heilerzieherin machen.“
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