Schülerin von Räumfahrzeug angefahren

<fettakgl>Hunderte Paletten rutschten</fettakgl> auf die Autobahn, als der Lkw in die Mittelleitplanke rutschte. <foto>dpa</foto>
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Hunderte Paletten rutschten auf die Autobahn, als der Lkw in die Mittelleitplanke rutschte. dpa

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21. Januar 2013, 07:55 Uhr

Potsdam | Von der Straße abgekommen, in haltende Autos geschlittert oder einfach gegen einen Baum gekracht: Der Schneefall in der Nacht zu gestern hat Brandenburgs Straßen in spiegelglatte Rutschbahnen verwandelt. Die Folge waren zahlreiche Verkehrsunfälle mit folgenden Behinderungen für den Berufsverkehr. Allein bis zum Mittag zählte die märkische Polizei 118 Karambolagen, von denen 36 witterungsbedingt waren. Bei 16 von ihnen erlitten insgesamt 19 Menschen Verletzungen, einige schwer. Die Blechschäden schlagen mit mehreren zehntausend Euro zu Buche. Auch in den kommenden Tagen soll das Winterwetter anhalten.

Der schwerste witterungsbedingte Verkehrsunfall ereignete sich gestern Morgen in Basdorf (Landkreis Barnim). Eine 15-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt, als sie von einem Räumfahrzeug angefahren wurde. Sie überquerte nach Polizeiangaben mit Mitschülern die Bundesstraße 109, als sie plötzlich von dem Winterdienstfahrzeug erfasst wurde und mit dem Kopf gegen ein Autochassis krachte. Die 15-Jährige wurde per Rettungswagen in ein Berliner Krankenhaus gebracht. Der 38 Jahre alte Autofahrer erlitt einen Schock.

Ein großer Rückstau bildete sich am Morgen auf der A9 in Richtung Leipzig. Zwischen den Anschlussstellen Brück und Niemegk (Landkreis Potsdam-Mittelmark) war ein litauischer Lastwagen in die Mittelleitplanke gerutscht, kippte um und stellte sich quer. Der 25 Jahre alte Fahrer wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Ladung - hunderte sogenannter Euro-Paletten - auf die Autobahn geschleudert, so dass die Fahrbahn in Richtung Leipzig knapp vier Stunden voll gesperrt werden musste, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Trotz Umleitung bildete sich schnell ein mehr als zwölf Kilometer langer Rückstau. Knapp 60 000 Euro Schaden verbuchte die Polizei. Auf dem östlichen Berliner Ring zwischen Berlin-Hellersdorf und Marzahn rutschte am Morgen ein Sattelzug in den Straßengraben.

Ein nachfolgender Lasterfahrer wollte ausweichen, geriet dadurch aber selbst ins Schleudern und krachte in die Leitplanke. In der Folge stellte sich der mit Baumaterial beladene Sattelzug quer über alle drei Fahrspuren. Die Polizei beziffert den Schaden auf 55 000 Euro.

Mit leichten Verletzungen kam eine 52-jährige Autofahrerin ebenfalls auf der A10 davon. Zwischen Rüdersdorf und Erkner hat sie der Wagen eines 50-Jähriger gerammt. Ihr Wagen überschlug sich und kam auf dem Dach auf.

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