„Jugend im Landtag“ : Schüler-Wünsche an die Politik

Im Schweriner Landtag fordern Jugendliche Politiker heraus.

Im Schweriner Landtag fordern Jugendliche Politiker heraus.

Knapp 80 Jugendliche diskutierten im Landtag mit Abgeordneten.

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04. Oktober 2018, 05:00 Uhr

Schüler in MV wünschen sich barrierefreie Schulgebäude, kleinere Klassen und zeitgemäße Lehrpläne. Diese Grundforderungen erhoben in Schwerin Teilnehmer der Aktion „Jugend im Landtag“ bei der Vorstellung ihres Abschlussberichts. In der Vorwoche hatten knapp 80 Jugendliche unter dem Motto „Wir bringen Chaos in die Ordnung“ im Schloss mit Abgeordneten diskutiert und in mehreren Workshops ihre Visionen für eine bessere Bildung, ein friedliches Europa und eine lebenswerte Heimat entwickelt.

Johannes Beykirch vom Landesjugendring, der gemeinsam mit dem Landtag die regelmäßigen Begegnungen von Schülern und Politikern organisiert, zeigte sich überzeugt, dass der Meinungsaustausch und Perspektivwechsel politische Entscheidungen beeinflussen kann. „Junge Leute sehen ihre Möglichkeiten mitzugestalten, und bei den Abgeordneten gibt es auch ein Interesse am Austausch. Der Landtag ist offen für Jugendliche und ihre Fragen“, sagte Beykirch. Rasmus Rutsch, einer der beteiligten Schüler, verwies auf die geplante Volksbefragung zum Wahlalter mit 16 im Land, die auf Forderungen der Jugend zurückgehe.

Landtagsvizepräsidentin Mignon Schwenke bescheinigte den jungen Leuten, dass sie ihre Anliegen mutig und selbstbewusst vorgetragen hätten, warb aber um Geduld, wenn Änderungen langwierige Gesetzgebungsprozesse durchlaufen müssten. Doch bringe die Begegnung mit jungen Leuten Abgeordnete dazu, Dinge zu hinterfragen und über neue Wege nachzudenken.

Charlotte Marquardt-Schulze, die in einem Dorf in Nordwestmecklenburg lebt, aber in Schwerin zur Schule geht, beklagte zum Teil gravierende Unterschiede in Angeboten und Ausstattung von Schulen. Doch müssten die Lernbedingungen für alle Schüler gleich sein, unabhängig von Schulart und Ort.

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