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Schülerwettbewerb : Schüler streiten sich im Landtag

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Beim Landesfinale von „Jugend debattiert“ traten acht Jugendliche aus ganz Mecklenburg-Vorpommern gegeneinander an

Der Landtag als Schauplatz von hitzigen Debatten. An sich ist das nicht ungewöhnlich, doch am Donnerstag lieferten sich nicht die Abgeordneten einen verbalen Schlagabtausch, sondern die Finalisten des Schülerwettbewerbs „Jugend debattiert“.

Acht Schülerinnen und Schüler hatten sich für das Finale im Schweriner Schloss qualifiziert. Im Wettbewerb der Sekundarstufe 1 stritten sich vier Schülerinnen darüber, ob Computerspiele als Lernmittel an Schulen eingesetzt werden sollen. Wer sich dafür und wer dagegen aussprechen sollte, wurde einen Tag zuvor von den Organisatoren des Wettbewerbs festgelegt. In 24 Minuten mussten die Mädchen die Jury von ihren argumentativen Fähigkeiten überzeugen. Den verbalen Schlagabtausch gewonnen hat Linn Kreutschmann von der Werkstattschule Rostock, Rieke Kelling vom Gymnasium am Tannenberg in Grevesmühlen belegte den zweiten Platz.

In der Sekundarstufe 2 konnten sich Lucas Wiedemann, ebenfalls von der Werkstattschule Rostock, und Jonas Simon vom Einstein-Gymnasium Neubrandenburg durchsetzen. Sie überzeugten bei der Debatte um die Frage, ob die Onshore-Ölfeldentwicklung in MV weiter vorangetrieben werden soll.


Grundlagen werden im Unterricht entwickelt


„Jugend debattiert“ ist bereits seit 2001 in ganz Deutschland etabliert. Heute beteiligen sich insgesamt 960 Schulen in der ganzen Bundesrepublik an dem Projekt. Gefördert wird das Projekt von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Mercator Stiftung und der Heinz Nixdorf Stiftung.

Die Grundlagen des richtigen Debattierens werden im Unterricht entwickelt, der Wettbewerb bildet die zweite Ebene, erklärt der Landesbeauftragte Heiko Schön.

Martina Neumann vom Greifswalder Jahn-Gymnasium ist schon seit 2002 dabei. Die Deutsch- und Philosophielehrerin hat ihre Schüler gestern zum Landesfinale begleitet. „Durch das Projekt gewinnen die Schüler Selbstvertrauen und soziale sowie rhetorische Kompetenzen. Verlierer gibt es hier nicht“, sagt sie.

Der Landtag ist seit einem Jahr Kooperationspartner von „Jugend debattiert“. Dort wurden auch die Mittel für die Fahrtkosten zum Wettbewerb übernommen. „Das unterstützen wir gern, damit alle Schulen im Bundesland die gleiche Chance haben, teilzunehmen“, so Claudia Richter vom Referat Öffentlichkeitsarbeit.

Für die Erst- und Zweitplatzierten geht es nun in die nächste Runde. Beim Bundesfinale am 27. und 28. Juni müssen sie sich ebenso streitlustigen Altersgenossen aus ganz Deutschland stellen.

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erstellt am 25.Apr.2014 | 08:00 Uhr

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