Wildpark Güstrow : Schüler interviewen Star-Autorin via Skype

Die Güstrower Schülerinnen Aylin Gernt, Luisa Lüth und Laura Laß  (v.l.) gestern beim Live-Interview via Skype mit Cornelia Funke im Güstrower Wildpark.
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Die Güstrower Schülerinnen Aylin Gernt, Luisa Lüth und Laura Laß (v.l.) gestern beim Live-Interview via Skype mit Cornelia Funke im Güstrower Wildpark.

Umweltpreis der Kinder- und Jugendliteratur des Güstrower Wildparks geht an „Die Spur des Mondbären“ von Gill Lewis. Autorin Cornelia Funke hielt die Laudatio - live aus Los Angeles.

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18. Juni 2015, 12:00 Uhr

Die Würfel sind gefallen. Der 8. Umweltpreis für Kinder- und Jugendliteratur des Güstrower Wildparks geht an die bekannte britische Autorin Gill Lewis für ihr Buch „Die Spur des Mondbären“. Sie wird bei der feierlichen Verleihung des mit 5000 Euro dotierten Preises am 17. September in Güstrow erwartet. Doch eine namhafte Autorin ist Wildpark-Leiter Klaus Tuscher nicht genug. Er setzt noch einen drauf: Als Laudatorin für Gill Lewis konnte Tuscher die weltberühmte Schriftstellerin Cornelia Funke gewinnen, die u.a. mit ihrer Tintenherz-Triologie grandiose Erfolge feierte. „Sie hat spontan zugesagt. Wir freuen uns alle riesig“, sagt Tuscher. Die in Los Angeles lebenden Funke kommt zwar nicht persönlich in die Barlachstadt, wird am 17. September aber live via Skype im Wildpark zugeschaltet.

Dass Cornelia Funke die Laudatio für den vom Güstrower Wildpark seit Jahren vergebenen Umweltpreis für Kinder- und Jugendliteratur hält zeigt, wie etabliert und renommiert dieser Preis mittlerweile ist. Laudatoren waren in der Vergangenheit auch schon Bettina Wulf, damals Ehefrau des ehemaligen Bundespräsidenten, oder auch der Rektor der Universität Rostock. „Wir haben schon viele bekannte Leute hier gehabt, aber Cornelia Funke ist natürlich herausragend“, freut sich Tuscher. Der Umwelt-Literaturpreis ist mit den Jahren immer bekannter und auch begehrter geworden. „60 Bücher werden mittlerweile im Schnitt eingereicht. Beim Deutschen Kinder- und Jugendbuchpreis sind es nur 40“, so der Wildpark-Leiter. Und noch eine Besonderheit weist der Güstrower Preis auf: „Es ist einmalig, dass hier auch Schüler in der Jury über den Gewinner entscheiden.“

Selten war sich die Jury so einig und hat das Werk von Gill Lewis mit großem Vorsprung auf den ersten Platz gesetzt. „Von allen Einzeljuroren und Gruppen hat Gill Lewis Punkte bekommen, mindestens fünf von zehn möglichen, aber ganz oft auch die Höchstpunktzahl“, wertete Jury-Vorsitzender Prof. Benno Pubanz das Ergebnis aus. Zu seinen Mitstreitern gehörten Fachleute, die schon alle acht bisherigen Preisträger zu ermitteln halfen. Und natürlich auch Schüler aus den Gymnasien in Güstrow und Teterow sowie aus der Ecolea.

Der Held in Gill Lewis’ Buch „Die Spur des Mondbären“ ist der zwölfjährige Tam, der in den Bergen von Laos lebt. Nach dem Tod des Vaters muss er für die Familie sorgen und findet Arbeit in der Stadt. In einer illegalen Farm, in dem Mondbären auf engstem Raum in Käfigen leben müssen, trifft er auf ein Bärenjunges, das er einst in den Bergen beobachtet hatte. Er setzt alles daran, diesem Bären die Freiheit zurück zu geben. Die Autorin Gill Lewis lebt als freischaffende Schriftstellerin mit ihrer Familie im englischen Somerset. Sie studierte Tiermedizin und arbeitete eine Zeitlang als Tierärztin. Von ihr sind auf Deutsch unter anderem „Der Ruf des Kulanjango“ und „Im Zeichen des weißen Delfins“ erschienen.

Damit bei der Preisverleihung alles klappt, gibt es Montag einen Probelauf via Skype mit der deutschen Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke in Los Angeles, informiert Tuscher. Besonders aufgeregt sind die Schüler der Jury, weil sie Mittwoch, ebenfalls mit Skype, ein Interview mit ihr führen dürfen. Die Romane der Autorin erschienen in einer Gesamtauflage von 20 Millionen Büchern und wurden in 37 Sprachen übersetzt.
 

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