Videos und Tipps : Schönste Osterbräuche: Rollen, Titschen, Werfen

Rund um das Osterfest gibt es zahlreiche Bräuche. Wir zeigen die beliebtesten Traditionen von Eier-Rollen bis Osterfeuer.

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31. März 2018, 16:00 Uhr

Zu Ostern feiern alle Christen ihr wichtigstes Fest. Am Ende der Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt und 40 Tage dauert, gedenkt man der Auferstehung Christi. Für die Kinder ist es eine Feier mit vielen Überraschungen, denn überall haben sich die christlichen und nichtchristlichen Bräuche erhalten.

In der Nacht zum Ostersonntag versteckt die Eier traditionell der Osterhase in den von Kindern gebauten Nestern. Warum das nun ausgerechnet der Osterhase macht und nicht der Osterfuchs oder das Osterhuhn, weiß man nicht so ganz genau. Manche meinen, dass Hasen im Frühling wegen der Futtersuche auch in den Gärten des Dorfes herumschnuppern. Andere sagen, dass auch der Hase ein Zeichen für Fruchtbarkeit ist. Genau ist nicht klar, wieso nun grade Meister Lampe in der kalten Osternacht den Weg zu uns findet. Aber, das macht ja nichts, denn wichtig ist doch, dass wir am Ostermorgen nach leckeren Dingen suchen dürfen. Egal, ob im Garten oder im Wohnzimmer.

Wie feiern Sie Ostern?

Jeder feiert Ostern auf andere Weise und verbindet die unterschiedlichsten Traditionen damit. Wir haben nachgefragt: „Welche Osterbräuche kennen Sie?"

 

Doch es gibt auch noch ganz andere Bräuche und Spiele rund um das Osterfest. Wir haben die schönsten für Sie zusammengestellt und getestet:

Ostereier "ausblasen"

An Ostern dekoriert man vielerorts gerne Sträucher und Sträuße mit bunt bemalten Eiern. Bevor die Eier jedoch angehangen werden können, muss man sie von ihrem Inhalt befreien. Unsere Kollegin Jana hat drei Varianten des Ostereier-Ausblasens für uns vor der Kamera getestet:

 

Ostereier-Rollen

Das Ostereier-Rollen, auch Schieben (Süddeutschland), Trudeln (Norddeutschland) oder Trullern (Ostfriesland) genannt geht zurück auf eine lange Tradition. Bereits im 16. Jahrhundert wurde es erstmals erwähnt. Heutzutage gibt es sogar Großveranstaltungen, bei denen die Eier durch Plastik oder Holzeier ersetzt werden und die Teilnehmer am Ende einen Preis erhalten. Das Spiel wird in vielen verschiedenen Varianten gespielt. Wir zeigen eine in unserem Video:

 

Ostereier-Werfen

Dieses Spiel bedarf einiger Vorbereitung. Man braucht für das Ostereier-Werfen ein kleines Säckchen, Watte, bunte gekochte Eier und eine Kordel zum Zubinden des Säckchen. Dann kann der Wettbewerb starten und wie gespielt wird, zeigen wir Ihnen hier:

 

Ostereier-Titschen

Erste Aufzeichnungen über das "Ostereier kippe" (oder Titschen) stammen aus dem Jahre 1810. Der Begriff "Kippe" stammt aus Westfalen, wurde aber auch in Holstein verwendet und bedeutet "Spitze abschlagen". Wie das Spiel gespielt wird zeigen wir Ihnen hier:

 
Ostern in aller Welt

Frankreich: Von wegen Osterhase! In Frankreich erzählt man sich in vielen Gegenden eine andere Geschichte. Dort sind die Kirchenglocken dafür verantwortlich. Angeblich flogen die Glocken nach Rom, um sich dort segnen zu lassen und Ostereier zu empfangen. Auf ihrem Rückflug am Ostersonntag verlieren sie die Eier, und die Kinder finden sie in den Gärten oder Parks.

England: Dort sammeln Kinder zu Ostern nicht nur Eier und Hasen, sondern auch Zweige von Weidenkätzchen. Damit tätscheln sie sich gegenseitig. Das soll Glück bringen.

Finnland: In dem Land im Norden Europas verkleiden sich Kinder eine Woche vor dem Fest als Osterhexen. Sie ziehen von Tür zu Tür und bitten um Süßigkeiten. Die kleinen Hexen bringen Weidensträuße mit und sagen kleine Gedichte auf.

Russland: Viele Familien machen dort ein Picknick auf dem Friedhof. Bei den Gräbern ihrer Verwandten essen sie ein Osterbrot mit Rosinen. Das Brot heißt Kulitsch.

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