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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 19:45 Uhr

Schöne Aussichten

vom

svz.de von
erstellt am 21.Okt.2007 | 10:31 Uhr

Bei der Einweihung der neuen Rügenbrücke sind über dem Strelasund zwischen Insel und Hansestadt große Worte erklungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Harald Ringstorff lobten die Baumeister. Im Stolz steckt auch eine Portion Selbstlob. Das soll auch so sein. Die längste Hochseilbrücke Deutschlands steht nämlich genau dort, wo sie gebraucht wird. Sie soll die Reise von Stralsund nach Rügen beschleunigen und den Aufschwung bis zum Hafen nach Sassnitz tragen. Das ist ein großer Auftrag. Man sollte sich aber nichts vormachen. Ohne den schnellen Ausbau der Bundesstraße 96 von Altefähr bis nach Bergen auf drei Spuren wird das Jahrhundertbauwerk wenig helfen und eher sogar für Ärger sorgen.
Die 125 Millionen Euro für die Rügenbrücke spendiert offiziell der Bund, aber letztlich kommt der Steuerzahler für sie auf. Und der gibt sein Geld nun einmal nicht gern aus, um als Pendler, Urlauber oder Transporter auf dem Weg nach Rügen im Rückstau zu stehen – so schön die Aussicht auf Stralsunds Altstadt aus 42 Metern Höhe auch sein mag.

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