Sternberg : Schock nach Unfall

Die Unfallstelle: Das Auto der getöteten Fahrerin lag im Graben – die Frau starb noch vor Ort. Der 24-jährige Verursacher überholte nach einer Linkskurve.
Die Unfallstelle: Das Auto der getöteten Fahrerin lag im Graben – die Frau starb noch vor Ort. Der 24-jährige Verursacher überholte nach einer Linkskurve.

Fahrlehrerin macht auf problematische Lichtverhältnisse aufmerksam

svz.de von
18. Juli 2014, 21:00 Uhr

Der tragische Verkehrsunfall vom Donnerstagabend, bei dem auf der B 104 bei Brahlstorf eine 72-jährige Frau starb, bewegt die Gemüter. Fahrschul-Inhaberin Kerstin Behrens aus Dabel hat darüber gleich gestern mit den Schülern ihres Ferienkurses gesprochen. „Ich wollte, dass sie Verständnis für das richtige Verhalten im Straßenverkehr und besonders auf den Landstraßen bekommen“, so die Fahrlehrerin.

Den Unfall soll ein 24-Jähriger verursacht haben. Zwischen Brahlstorf und Nutteln hatte er ersten Erkenntnissen nach versucht, in einer Linkskurve mehrere Fahrzeuge zu überholen. Sowohl der junge Mann als auch die Frau im Gegenverkehr konnten nicht mehr ausweichen und kollidierten frontal. Ein Reisebus aus Hamburg wurde bei dem Unfall ebenfalls beschädigt, die Insassen blieben unverletzt. Der Sachschaden an allen drei Fahrzeugen wird auf etwa 10 000 Euro geschätzt. Der 24-Jährige wurde leicht verletzt. Die Bundesstraße 104 musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden

„Dort befindet sich ein Streckenabschnitt, in dem man zwar überholen darf, aber dennoch sollte bei diesen Lichtverhältnissen das oberste Gebot für jeden Autofahrer sein: Geschwindigkeit anpassen. Man kann nie abschätzen, wie schnell der Gegenverkehr unterwegs ist, und ob man das Manöver schafft, also lieber langsamer fahren“, betont Fahrlehrerin Behrens.

Laut Verkehrsunfallstatistik gehören Autofahrer über 65 Jahre neben den bis 35-Jährigen zu den Risikogruppen in MV. „Der Anteil der über 65-Jährigen am Verkehrsunfallgeschehen in unserem Land zeigt, dass diese Altersgruppe aktuell nicht die Gefährder im Straßenverkehr sind“, macht Innenminister Lorenz Caffier (CDU) deutlich. Bei den getöteten Verkehrsteilnehmern sind die über 65-Jährigen allerdings überrepräsentiert. Ihr Anteil hat sich von 2012 auf 2013 von 27,7 auf 30 Prozent aller im Straßenverkehr getöteten Menschen erhöht.

 

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