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Winterlandschaft MV : Schnee, Unfälle und Warnungen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2014 | 18:44 Uhr

Nach den Rekord-Minustemperaturen hat Schneefall gestern das Leben in MV durcheinandergewirbelt. Unfälle häufen sich, Gewässer frieren zu, Eislaufen ist noch zu gefährlich. Ein Überblick über die Winterlandschaft MV:

 

Unfälle

Starker Schneefall hat gestern Morgen in Westmecklenburg für glatte Straßen gesorgt und den Berufsverkehr erheblich behindert. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim gab es 19 Glätteunfälle, wie die Polizei mitteilte. Drei Menschen wurden leicht verletzt. Insbesondere der westliche Teil des Kreises war von schneeglatten Straßen betroffen: Zwischen Boizenburg, Hagenow und Wittenburg kamen Autos von der Straße ab und prallten gegen Hindernisse oder fuhren in den Graben. Zwei Fahrer verletzten sich auf der Autobahn 24 bei Parchim und an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein leicht, als sie sich mit ihren Fahrzeugen überschlugen. Im Landkreis Rostock ereigneten sich fünf Verkehrsunfälle, hier rutschten Autos von der glatten Fahrbahn. Eine Fahrerin erlitt einen Schock, als sie in Kröpelin mit ihrem Streuwagen und Hänger von der Straße abkam und gegen eine Mauer fuhr. In der Hansestadt Rostock wurden sechs witterungsbedingte Unfälle gezählt. Ein Mensch wurde dabei verletzt.

 

Eis

Auf den küstennahen Ostseegewässern lässt der Frost die Eisdecke wachsen. Wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) gestern mitteilte, sind die Boddengewässer südlich des Darß mit bis zu 12 Zentimeter dickem Eis bedeckt. Zwischen Rügen und Hiddensee ist das Eis inzwischen 5 bis 15 Zentimeter stark. Die Reederei Hiddensee stellt von heute an auf den Eisfahrplan um. Statt bislang täglich zehn Pendelfahrten von Rügen zum „söten länneken“ wird es dann nur noch fünf Fahrten täglich geben. Auch steuert die Reederei Hiddensee nur noch den Hiddensee-Hafen Vitte an und nicht wie bislang auch Kloster und Neuendorf.

 

Warnungen

Das Wasser- und Schifffahrtsamt in Stralsund forderte gestern Schiffsführer auf, die Gewässer nur noch mit geeigneten Fahrzeugen zu befahren. „Die Schifffahrt werde gebeten, mit Vorsicht zu navigieren. Bei anhaltend leichtem bis mäßigem Frost wird laut BSH-Prognose das Eis in den nächsten Tagen weiter wachsen. Dauerfrost hat einige Seen zufrieren lassen – die Wasserschutzpolizei warnt aber dringend vor dem Betreten der dünnen Eisflächen. Wie gefährlich solche Unternehmungen sind, hatte sich vor einem Jahr in Waren gezeigt: Damals war ein erfahrener Schlittschuhläufer auf dem Feisnecksee eingebrochen. Der 72-Jährige konnte nur noch tot geborgen werden.


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