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Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 00:29 Uhr

Grüne Woche : Schmalzgebäck als Erlebnis

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mario Langer geht mit frischen Backwaren auf Kundenfang

von
erstellt am 19.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Zu den 60 Unternehmen, die in der MV-Länderhalle Geschmack auf unser Bundesland machen, gehört das von Mario Langer. Er backt und verkauft „Deutsche Erlebnisleckereien“. Dahinter verbirgt sich Schmalzgebäck in allen Variationen.

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens begann in Kroatien. Vor zehn Jahren versuchten Langer und seine Frau Susanne dort ihr Glück. „Meine Oma ist dort geboren“, verrät er. In den Badeorten Baška und Selce verkauften sie im Sommer Quarkbällchen und Spritzkuchen. Bei den Urlaubern kamen die Familienrezepte gut an. „Doch zum Überleben haben die zwei Monate Hochsaison einfach nicht gereicht“, erklärt Langer. Die Familie verlagerte das Geschäft nach Deutschland, baute sich eine Backstube in Meiersberg auf. Mittlerweile produziert der Betrieb nicht mehr nur süße Gaumenfreuden, sondern auch Holzofenbrot. Was als Zwei-Mann-Geschäft begann, hat sich mittlerweile zu einem kleinen Unternehmen mit sieben Mitarbeitern entwickelt. Immer wieder versucht Langer, seine Produkte zu optimieren. So hat er erst vor kurzem Apfel- und Nougat-Quarkbällchen ins Angebot aufgenommen. Was seine Leckereien zu einem Erlebnis macht, ist für Langer klar definiert: „Es ist die frische Zubereitung. Man kann dabei zusehen, wenn das Quarkbällchen in Öl baden geht. Mann kann es frisch genießen, dann wenn es noch warm ist. Das ist ein Geschmackserlebnis.“ Dass keine Chemie verarbeitet werde, komme bei den Verbrauchern gut an. Problematisch sei nur der Billig-Bio-Trend. „Wer Bio haben will, muss auch verstehen, dass Bio kostet“, so Langer. Auch der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde, der seit Januar gezahlt werden muss, bereitet ihm Sorgen. „Für unsere Branche ist das einfach schwer umsetzbar. Wir müssen die Preise umlegen, sodass der Verbraucher am Ende mehr zahlt.“ Umso wichtiger sei es, auf Messen wie der Grünen Woche aktiv zu sein. Dort könne man zeigen, dass hinter den Produkten Qualität steckt.


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