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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 06:49 Uhr

Schluss mit Artenschutz

vom

svz.de von
erstellt am 23.Okt.2007 | 07:42 Uhr

Bei Volkswagen wird aufgeräumt. Durch den wachsenden Einfluss von Porsche wurde in den vergangenen Jahren die Produktivität verbessert - nun macht ein Urteil aus Luxemburg den Konzern zum normalen Unternehmen. Fast 50 Jahre lang stellte das
VW-Gesetz Europas größten Automobilbauer unter Artenschutz. Erwartungsgemäß beendeten die Richter des Europäischen
Gerichtshof dieses Abwehrschild gegen unliebsame Investoren. Sie nehmen die künstliche Glocke, die Wolfsburg bisher abschirmte, und entlassen ihn in den freien Markt. Das Urteil ist konsequent, wenn auch in Wolfsburg harte Zeiten anbrechen könnten. Bei VW wird das Aufräumen weitergehen. Porsche dürfte alles daran setzen, möglichst viel Gewinn aus seiner Beteiligung zu ziehen. Dadurch wird VW wettbewerbsfähiger - die Beschäftigten aber müssen womöglich auf Sonderrechte verzichten. Dennoch ist es richtig, dass VW keine Ausnahme mehr sein darf. Deutschland hat entschieden, den Weg der Europäischen Union mitzugehen. Das heißt freie Märkte und freier Kapitalfluss, und eben gerade keine Abschottung. In ihren Reden nennen das die meisten Politiker den einzig richtigen Weg. Nur, wenn es um die Wahrung liebgewordener Pfründe geht, zeigt sich ihre Doppelzüngigkeit. Da werden selbst CDU-Politiker wie Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff zu protektionistischen Gralshütern.

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