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Schwerins touristische Entwicklungskonzeption : Schloss-Ensemble besser vermarkten

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Um mehr auswärtige Gäste nach Schwerin zu locken, muss die Landeshauptstadt ihr touristisches Potenzial mit dem Schloss-Ensemble, den Seen und dem vielfältigem Kulturangebot noch besser nutzen und vermarkten.

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erstellt am 10.Aug.2012 | 10:05 Uhr

Um mehr auswärtige Gäste nach Schwerin zu locken, muss die Landeshauptstadt ihr touristisches Potenzial mit dem Schloss-Ensemble, der historischen Altstadt, den Seen, den zahlreichen Gärten und dem vielfältigem Kulturangebot noch besser nutzen und vermarkten. Zu diesem Ergebnis kommt die „Touristische Entwicklungskonzeption 2012“, die von der Cima Beratung + Management GmbH erstellt wurde. „Bei dem Bekanntheitsgrad von Schwerin gibt es noch Luft nach oben“, sagte Cima-Mitarbeiterin Kristin Just gestern Abend bei der ersten öffentlichen Präsentation im voll besetzten „Rittersaal“.

Die Konzeption, an der fast ein Jahr lang auch Experten vor Ort mitgearbeitet hatten, beschreibt die Stärken der Stadt und zeigt gleichzeitig Wege zu einem noch größerem Erfolg bei Touristen auf. „Im Kern eines touristischen Markenprofils muss das Schloss stehen“, betonte Just, die die Konzeption gemeinsam mit ihrem Kollegen Uwe Mantik vorstellte. Um die Attraktivität des Schloss-Ensembles noch zu erhöhen, schlug Just unter anderem Führungen in historischen Gewändern, die Öffnung weiterer Räume, den Einsatz von Kutschen und die Einrichtung eines wasserseitigen Rundweges um das Schloss vor.
Als weitere Schlüsselfelder bei der touristischen Profilierung Schwerins nennt die Konzeption der Cima die Seen, die historische Altstadt, die Kultur und die Gärten. Unter dem Stichwort Seen biete etwa der Zippendorfer Strand ein großes touristisches Potenzial, sei geradezu ein Alleinstellungsmerkmal von Schwerin, erklärte Just. Für die Innenstadt forderte die Expertin beispielsweise mehr Informationstafeln, um den Gästen die Orientierung so einfach wie möglich zu machen. In punkto Kultur müsse das Top-Event der Schlossfestspiele unbedingt erhalten bleiben. Beim Thema Gärten sollte die Landeshauptstadt an den Erfolg der Bundesgartenschau anknüpfen und unter anderem eine Gartenroute entwickeln, so Just.

Die größten Schönheiten nützten freilich wenig, wenn sie nicht modern und zielgerichtet vermarktet würden, unterstrich Uwe Mantik. Er sprach sich für eine Stärkung der Stadtmarketing-Gesellschaft und eine stärkere Vernetzung mit regionalen Partnern aus. „Für den Tourismus müssen finanzielle Mittel bereitgestellt werden“, so Mantik. Nur so ließen sich auch Erfolge erzielen.
Die Touristische Entwicklungskonzeption werde jetzt in der Stadtvertretung intensiv beraten und dann als Basis für die zukünftige Tourismusförderung in Schwerin beschlossen, kündigte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow an. „Ich freue mich, dass die Erstellung der Konzeption durch die Förderung der Landesregierung ermöglicht wurde. Außerdem möchte ich mich bei allen bedanken, die an der Erarbeitung der Touristischen Entwicklungskonzeption beteiligt waren.“

Staatssekretär Christian Pegel, Chef der Staatskanzlei, drückte gestern Abend auch gleich aufs Tempo: „Die Stadt muss schnell entscheiden, was sie möchte, damit entsprechende Fördermittel der Europäischen Union noch beantragt werden können.“ Das Land werde den Prozess nach seinen Möglichkeiten unterstützen.


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