zur Navigation springen

Viermonatige Bauphase beendet : Schlieven: Nach Ausbau ist Ortslage wieder frei

vom

Donnerstag Vormittag feierte der Domsühler Ortsteil Schlieven die offizielle Freigabe des Ausbaus der innerörtlichen Straße sowie gleichzeitig die Asphaltierung von Mittel- und Feldweg.

svz.de von
erstellt am 10.Nov.2011 | 07:21 Uhr

Schlieven | Gestern Vormittag, die Uhr steuerte bereits auf halb elf, tönte durch den Domsühler Ortsteil Schlieven laut der lange nicht mehr gehörte Ohrwurm "Guten Morgen Sonnenschein" von Nana Mouskouri. Zum arg trüben Herbstnebel, der von den Feldern herunter in den Ort zog, wollte der zwar nicht recht passen. Sehr wohl aber zum Anlass des Tages: Gestern nämlich feierte Schlieven die offizielle Freigabe des Ausbaus der innerörtlichen Straße sowie gleichzeitig die Asphaltierung von Mittel- und Feldweg.

Alle drei Maßnahmen hatten Schlieven und seine Bewohner seit Mitte Juli in Atem gehalten. Im positiven Sinne. Wohl niemand im Dorf, der sich nicht freut, dass die bisherige, gut hundert Jahre alte Straße nun neu ausgebaut, asphaltiert und endlich auch mit begleitenden Gehwegen versehen ist - wenn witterungsbedingt auch mit ein wenig Verzögerung.

Es war eine Maßnahme des Straßenbauamtes Schwerin, in die insgesamt 615 000 Euro geflossen sind und auf die die Bürger im Domsühler Ortsteil seit langem gewartet hatten. "Die Straße hatte es wirklich bitter nötig", sagte Bürgermeister Heinz Ullmann. "Das Kopfsteinpflaster war laut und erschütterungsanfällig, zumal durch Schlieven sehr viel Zubringerverkehr für den hier ansässigen Landwirtschaftsbetrieb läuft. Die Straßenränder waren schon sehr abgefahren, sodass bei schlechter Witterung oft und lange große Wasserlachen standen. Wenn da die Fahrzeuge durchfuhren, spritzte es bis an die Hauswände." Und zu Fuß, weiß der Bürgermeister, war ein Vorwärtskommen vor allem für die älteren Einwohner im Dorf äußerst beschwerlich.

Das ist nun Geschichte, die auch die vielen Bürger, die zur gestrigen Abnahme gekommen waren, nur zu gern zu den Akten legen. Auf 640 Metern zwischen ihren Ortseingangsschildern ist die Straße jetzt komplett erneuert, integriert ein Entwässerungssystem, mit dessen Hilfe das Oberflächenwasser bis in die Wiese unterhalb des Dorfes geleitet wird. Das Ganze wird von Gehwegen gesäumt, aus denen die Zufahrten zu den Grundstücken abzweigen.

Domsühls Bürgermeister nutzte die gestrige Abnahme, um für die gute Zusammenarbeit mit der Baufirma Tief- und Straßenbau Schwerin, der Amtsverwaltung Parchimer Umland sowie dem Straßenbauamt zu danken. "Wenn Frau Zyriax nicht gewesen wäre", sagte Ullmann, "dann würden wir noch immer auf den Ausbau der Ortsdurchfahrt warten. Danken möchte ich aber auch den Bürgern, die viel Geduld und Verständnis hatten und wie ich gehört habe, die Männer auf der Baustelle sehr gut versorgt haben." Ullmann vergaß auch seine beiden Vorgänger im Bürgermeisteramt nicht. "Wenn sie nicht so sparsam gewirtschaftet hätten, dann hätten wir uns die gesamte Maßnahme nicht leisten können."

Im Wesentlichen nämlich ist der 615 000 Euro teure Straßenausbau mit Landesmitteln finanziert worden. Dennoch musste sich die Gemeinde an den Gehwegen mit ca. 50 000 Euro beteiligen. Beide innerörtlichen Wege waren mangels Fördermöglichkeiten derweil vollständig aus kommunalen Mitteln bestritten worden, Kostenpunkt: 34 000 Euro.

Im Ortsteil Schlieven und natürlich in der "Muttergemeinde" ist man glücklich über den neuen, wichtigen Baustein in der Infrastruktur. Noch glücklicher wären wir, so Bürgermeister Ullmann, wenn die Straße zwischen Raduhn und Domsühl auf ganzer Länge ausgebaut würde. In der Gemeinde gibt man die Hoffnung darauf auf keinen Fall auf…

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen