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Müritz-Nationalpark sperrt Autofahrer aus : Schleichweg gesperrt

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Der Müritz-Nationalpark sperrt Autofahrer künftig weitgehend aus.Dort werden nach jahrelangen Debatten derzeit drei Schrankenanlagen aufgebaut, die Ende Juni betriebsbereit sein sollen.

svz.de von
erstellt am 21.Jun.2013 | 05:01 Uhr

Speck | Einer der größten deutschen Nationalparks sperrt Autofahrer künftig weitgehend aus. Nach jahrzehntelangen Debatten werden im Müritz-Nationalpark derzeit drei Schrankenanlagen aufgebaut, die Ende Juni betriebsbereit sein sollen, wie ein Sprecher des Nationalparkamtes sagte. Danach soll es eine zweimonatige "Eingewöhnungsphase" geben und spätestens ab September würden die Schranken "scharf geschaltet". "Unser Hauptproblem sind die Holz-Lkw, die immer wieder die Wege kaputt fahren", sagte Manfred Schlüter, Bürgermeister von Kargow, der größten Gemeinde im Nationalpark.

Mit den rund 180 000 Euro teuren Bauten - das Geld kommt zum größten Teil aus EU-Programmen - soll der Kraftfahrzeugverkehr am Ostufer der Müritz stark verringert werden. Autofahrer aus den Kommunen im Park sollen Magnetchips erhalten.

Der Müritz-Nationalpark ist ein knapp 32 000 Hektar großes Gebiet, zu dem als größerer Teil das "Ostufer der Müritz" bei Waren und die Weltnaturerbe-Buchenwälder "Serrahn" östlich von Neustrelitz gehören. Die dünn besiedelte Region ist Rückzugsgebiet zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten. So können Fisch- und Seeadler, Kraniche, Rotwild, Biber, Fischotter und kleinere Vogel- und Insektenarten beobachtet werden. Schätzungen zufolge kommen jährlich mehrere hunderttausend Besucher.

Die drei Schranken stehen am Abzweig Krienke, bei Boek und im Nationalparkdorf Speck, das zu Kargow gehört. Urlauber und andere Autofahrer nutzten die neun Kilometer lange Strecke oft als Abkürzung nach Nordbrandenburg, Mirow oder Waren.

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