Bützow : „Schleichweg" Gartenstraße ist dicht

Alles dicht: Seit gestern gibt es hier an der Warnowbrücke in der Gartenstraße kein Durchkommen mehr. Die Arbeiten für den Neubau haben begonnen.
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Alles dicht: Seit gestern gibt es hier an der Warnowbrücke in der Gartenstraße kein Durchkommen mehr. Die Arbeiten für den Neubau haben begonnen.

Das große Warten hat ein Ende. Gestern, mit einiger Verspätung, begannen die Arbeiten an der neuen Warnowbrücke in der Gartenstraße in Bützow. Bis zum Jahresende ist somit eine der wichtigsten Nebenstraßen gesperrt.

svz.de von
19. Juli 2012, 11:04 Uhr

Bützow | Das große Warten hat ein Ende. Gestern, mit einiger Verspätung, begannen die Arbeiten an der neuen Warnowbrücke in der Gartenstraße in Bützow. Bis zum Jahresende ist somit eine der wichtigsten Nebenstraßen gesperrt. Denn für Einheimische ist sie eine beliebte Abkürzung, um von der Innenstadt ins Wohngebiet Leninring und dann weiter nach Rühn zu kommen. So sorgte der Baubeginn, obwohl u.a. in der Bützower Zeitung angekündigt, gestern für manche Überraschung.

Schwungvoll nimmt die junge Frau in der großen Limousine die Kurve in der Straße Am Ausfall in Richtung Gartenstraße. Dann bremst sie ab. Kein Durchkommen an der Brücke über die Warnow. Auch der nächste junge Mann in einem weißen Kombi mit Güstrower Kennzeichen biegt in die Gartenstraße ein. Vor den Bauzäunen, in der Einfahrt zum Polizeirevier, muss er sein Gefährt wenden. Zurück geht es durch die 2. Ausfallstraße in Richtung Langestraße. Denn nur noch die 2. Ausfallstraße (an der Ostseesparkasse vorbei) führt zurück auf die Langestraße. "Wir haben uns heute früh bei einer Verkehrsschau dazu entschieden, die 3. Ausfallstraße zur Einbahnstraße zu erklären", sagt Klaus Rambow gestern auf SVZ-Nachfrage. Ein Grund: Die Feuerwehr kann mit ihrem großen Leiterwagen nur hier durchfahren, ohne an einem Haus anzustoßen. Das heißt aber auch: Besucher, die vom Parkplatz Kloppenburg und von dem der Arbeitsagentur kommen, können ebenfalls nur noch durch die 2. Ausfallstraße fahren. Und dann geht es für alle Autofahrer, die in Richtung Norden wollen, über das Nadelöhr am so genannten Aalfang, über die Ampelkreuzung an der Umleitungsbrücke. Also müssen sich Autofahrer in den Stoßzeiten in Geduld üben.

Auch Fußgänger und Radfahrer werden sich auf längere Wege einstellen müssen. Denn nicht nur die Gartenstraße ist gesperrt, sondern auch die so genannte Elefantenbrücke ist abgerissen (SVZ berichtete). Der Bau einer Behelfsbrücke für die Zeit der Straßensperrung wurde aus Kostengründen bekanntlich verworfen. Mindestens 30000 Euro zusätzlich wären dafür erforderlich geworden.

Rund 600 000 Euro kostet der Neubau, der notwendig wurde, nachdem die Brücke nach der letzten Kontrolle als einsturzgefährdet eingestuft wurde. Bis Jahresende sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die sorgen bereits dafür, dass die diesjährigen Gänsemarkttage Ende August nur im Bereich des Schlossplatzes durchgeführt werden. Hintergrund: Die Gartenstraße steht nicht als Entlastungsstrecke während des Stadtfestes zur Verfügung.

Sondersignale der Retter beachten

Alle Verkehrsteilnehmer sollten in den kommenden Monaten verstärkt die Sondersignale von Feuerwehr, Krankentransport und Polizei beachten. Denn auch diese Einsatzkräfte müssen nun durch die 2. Ausfallstraße zum Einsatz ausrücken.


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