Schlecker in Perleberg muss schließen

<strong>Zumindest für Perleberg trifft </strong>diese Schlecker-Werbung nicht mehr zu. Die Filiale in der Bäckerstraße schließt voraussichtlich als einzige in der Prignitz. Foto: dpa
Zumindest für Perleberg trifft diese Schlecker-Werbung nicht mehr zu. Die Filiale in der Bäckerstraße schließt voraussichtlich als einzige in der Prignitz. Foto: dpa

svz.de von
14. März 2012, 06:48 Uhr

Prignitz | Die Schlecker Filiale in der Perleberger Bäckerstraße ist die einzige in der Prignitz, die im Zuge des Insolvenzverfahrens geschlossen wird. Das ist der aktuelle Stand von gestern Nachmittag. Brandenburgweit sollen es 160 Filialen sein, die zum 24. März geschlossen werden.

Die Geschäfte in Meyenburg, Lenzen, Karstädt und Bad Wilsnack sind von den Schließungen nach den bisherigen Angaben des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz nicht betroffen. Eine positive Nachricht für die Region ist der Erhalt des Schlecker-Logistikzentrums im Falkenhagener Gewerbegebiet. Von hier aus werden künftig alle Filialen zwischen der Ostseeküste und Berlin mit Waren versorgt. Ob jedoch alle 140 Arbeitsplätze erhalten werden, ließen die Unternehmenssprecher offen. Bei einem stark ausgedünnten Filialnetz muss auf die Auslastung der Logistikzentren geachtet werden.

In Perleberg wird somit wieder eine Ladenfläche in der Fußgängerzone leer stehen, die bereits 2009 wegen einer Firmenpleite geräumt werden musste. Hier befand sich von 1996 bis zum 30. September 2009 die einzige nordbrandenburgische Filiale der Woolworth Deutschland GmbH und Co. KG. Das Unternehmen hatte im April 2009 beim Amtsgericht Frankfurt am Main Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Kurz darauf zog Schlecker von der Berliner/Ecke Wilsnacker Straße zur Bäckerstraße, eröffnete hier ein modern gestaltetes Geschäft.

Erhalten bleibt hingegen die Filiale in Bad Wilsnack. In der Kurstadt hatte es in den vergangenen Wochen vielfach Solidaritätsbekundungen von Kunden gegeben, die sich für den Erhalt des Schleckermarktes im Zentrum der Kurstadt ausgesprochen hatten.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen